Wofür ich kämpfe

Wofür ich kämpfe – Lenas Rede zum 5. Mai in Einfacher Sprache

Lena C., Barbara und Solveïg haben Reden für die Kundgebung von @recherchegruppetira zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von behinderten Menschen gehalten.

Wir haben alle 3 Reden in Einfache Sprache übersetzt und wollen die mit Euch teilen.

Es geht los mit Lenas Rede.

Solveïgs Rede: https://disability-pride-bonn.de/ich-bin-muede

Barbaras Rede: https://disability-pride-bonn.de/15-jahre-werkstatt

Vielen Dank an Vanessa und die TIRA Recherchegruppe für die Organisation der Veranstaltung am 5. Mai 2025.

Rede auf Sharepics:

Rede als Text:

Ich bin Lena von der Disability und Mad Pride Bonn.

Ich möchte die Befreiung von allen Menschen.
Mit Befreiung meine ich:
Kein Mensch soll Diskriminierung erleben.
Wir sollen von der Diskriminierung befreit werden.

Andere sagen oft:
Wir machen erst etwas gegen diese Diskriminierung.
Dann gegen die nächste.
Dann gegen die nächste.
Ich sage:
Wir wollen nicht warten.
Wir sollen etwas gegen jede Diskriminierung machen.

Privilegien sind Vorteile, die Menschen einfach haben, ohne etwas dafür zu machen.
Weiße Menschen haben zum Beispiel Privilegien.
Nicht-behinderte Menschen auch.
Menschen mit Privilegien erleben oft auch Diskriminierung.
Wenn sie zum Beispiel weiß sind, aber eben auch behindert.
Dann erleben sie Diskriminierung, weil sie behindert sind.
Es ist gut, wenn es behinderten Menschen mit mehr Privilegien besser geht.
Wenn sie mehr machen können.
Wenn sie zum Beispiel Chef*in werden können.
Aber dafür sollten wir nicht vor allem kämpfen.
Wir sollten vor allem etwas für behinderte Menschen ohne viele Privilegien machen.
Das sind Menschen, die besonders viel Diskriminierung erleben.

Andere vergessen oft behinderte Menschen, wenn sie etwas machen.
Sie vergessen uns, wenn sie über etwas sprechen.
Sie sprechen zum Beispiel über Gewalt durch die Polizei.
Sie sagen aber nicht, dass sehr viele behinderte und psychisch kranke Menschen Gewalt durch die Polizei erleben.
Viele Menschen werden von der Polizei getötet.
Die meisten davon sind psychisch krank oder nehmen Drogen.
Darüber reden andere aber nicht.

Ich nenne noch ein Beispiel:
Andere fordern Barriere•freiheit.
Das ist gut.
Aber sie meinen damit oft nur Rampen und Aufzüge.
Barriere•freiheit ist aber viel mehr.

Andere sagen uns:
Macht mehr gegen Diskriminierung.
Sonst ändert sich nichts.
Dann seid Ihr selbst Schuld, dass sich nichts ändert.

Das stimmt nicht.
Wir machen viel gegen Diskriminierung.
Gegen Ableismus.
Also die Diskriminierung, die wir erleben, weil wir behindert sind.
Wir sind laut.
Wir sind nicht immer lieb und nett.
Das müssen wir auch nicht sein.

Es geht uns oft schlecht damit.
Wir machen zu viel.
Ich frage mich manchmal:
Warum mache ich so viel?
Wie schaffe ich das?
Ich schaffe das, weil es Menschen gibt, die mit mir kämpfen.
Das sind

  • behinderte
  • chronisch kranke
  • psychisch kranke
  • Verrückte
  • neuro•divergente
  • T*taube Menschen. Das sind oft Freund*innen.
    Wir helfen uns gegenseitig.
    Deshalb mache ich weiter.

Wenn Ihr noch mehr machen könnt und wollt:
Am 12. Juli ist unsere Veranstaltung.
Unsere Disability und Mad Pride.
Es geht um 13 Uhr auf dem Frankenbadplatz los.
Wir freuen uns, wenn wir viele sind.

Rede bei der Mad Pride Köln 2025

Auf dem Foto sind Lena und Koi.
Lena ist weiß und hat braune Haare.
Dey trägt ein weißes Shirt und gelbe Ärmel.
Lena sitzt im Rollstuhl. Über den Beinen liegt eine Mad Pride Flagge.
Koi ist weiß und trägt schwarze Klamotten.
Em hat einen langen lila und pink gestreiften Schal um.
Daran hängt ein Faultier-Stofftier.
Koi trägt eine Kappe, Hörner und spitze Ohren.

Bildbeschreibung:
Auf dem Foto sind Lena und Koi.
Lena ist weiß und hat braune Haare.
Dey trägt ein weißes Shirt und gelbe Ärmel.
Lena sitzt im Rollstuhl. Über den Beinen liegt eine Mad Pride Flagge.
Koi ist weiß und trägt schwarze Klamotten.
Em hat einen langen lila und pink gestreiften Schal um.
Daran hängt ein Faultier-Stofftier.
Koi trägt eine Kappe, Hörner und spitze Ohren.
Bildbeschreibung Ende.

Am 11. Mai war die Mad Pride Köln.
Das Thema war: Democracy needs you.
Das ist englisch und heißt: Demokratie braucht dich.
Das kann verschiedenes bedeuten.
Unsere Rede nennt ein paar Sachen.
Lena und Koi haben für die Disability und Mad Pride Bonn gesprochen.
Maxi hatte geholfen die Rede zu schreiben.
Danke dafür!

Auf dem Foto seht Ihr 5 Menschen aus unserem Orga-Team.- S. mit einem Schirm, einem roten Schal und Kopfhörern- Lena mit der helllila/dunkellila gestreiften Mad Pride Fahne um die Beine gewickelt, im Rollstuhl und mit dem Disability und Mad Pride Bonn T-Shirt- L. Mit schwarzer Jacke und kurzen brauen Haaren- Koi mit schwarzer Kappe, künstlichen Ohren, einem Mad Pride Schal und einem Schild, auf dem steht: fix the system not me- M. mit lila Jacke und gelber Tasche, wir sehen das Gesicht nicht, davor ist eine Mad Pride Fahne

Bildbeschreibung:
Auf dem Foto seht Ihr 5 Menschen aus unserem Orga-Team.
– S. mit einem Schirm, einem roten Schal und Kopfhörern
– Lena mit der helllila/dunkellila gestreiften Mad Pride Fahne um die Beine gewickelt, im Rollstuhl und mit dem Disability und Mad Pride Bonn T-Shirt
– L. Mit schwarzer Jacke und kurzen brauen Haaren
– Koi mit schwarzer Kappe, künstlichen Ohren, einem Mad Pride Schal und einem Schild, auf dem steht: fix the system not me
– M. mit lila Jacke und gelber Tasche, wir sehen das Gesicht nicht, davor ist eine Mad Pride Fahne

Es gibt ein Video von der Rede.
Das findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.
Link: https://youtu.be/nia29QDVSz8
Leider gab es während der Rede viele andere Geräusche.
Wir sind schwer zu verstehen.
Manchmal hat das Mikrofon nicht funktioniert.
Es gibt Untertitel.

Jetzt kommt unsere Rede:

Hallo, wir sind Koi, Pronomen em/ems
und Lena, Pronomen dey/deren, von der Disability und Mad Pride Bonn.

Vorsicht!
Wir sprechen über Ableismus und darüber, dass unsere Leben als behinderte Menschen als weniger wertvoll angesehen werden.
Und über Nazi-Deutschland.

Einfache Sprache:

Wir sagen kurz in Einfacher Sprache, worüber wir sprechen:
Demokratie braucht uns alle.
Demokratie ist, wenn alle mit entscheiden dürfen.
Es ist für viele schwer, aktiv etwas zu machen.
Gerade behinderte Menschen können oft nicht auf Demonstrationen gehen.
Viele behinderte Menschen dürfen inzwischen wählen.
Es gibt aber kaum behinderte Menschen in den Parlamenten.
Oft entscheiden Menschen ohne Behinderung über unser Leben.
Wir sagen: Nichts ohne uns über uns.
Wir wollen selbst entscheiden.

Wir erklären noch 2 Wörter:
Ableismus ist die Diskriminierung von behinderten, chronisch kranken, psychisch kranken, Verrückten, neurodivergenten und oder T*auben Menschen.
Zu diesen Menschen sagen wir oft auch CIMND*.
Denn nicht alle sagen über sich selbst: Ich bin behindert.

Schwere Sprache:

Demokratie braucht mich, braucht dich, braucht uns.
Weil sie wehrhaft sein muss. Eine wehrhafte Demokratie macht aktiv etwas gegen Faschismus und alles, was die Demokratie bedroht. Sie sorgt dafür, dass Feind*innen der Demokratie niemals die Chance bekommen, die Demokratie abzuschaffen. Hält sie zu lange aus, wird sie zu lange nicht aktiv, wird sie schwach.
So wehrhaft ist unsere Demokratie grad nicht. Rechte Menschen dürfen überall ihren menschenverachtenden Scheiß teilen, marginalisierte Menschen erleben immer mehr Diskriminierung, nie wieder war gestern schon zu spät.
Wir wehren uns, damit die Demokratie wehrhaft ist.

Dazu gehört, sich gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit einzusetzen. Für eine gerechte Demokratie für alle.
So wie wir hier heute.
Solange wir in Psychiatrien, Wohnheime und Werkstätten gesteckt und entrechtet werden, solange wir als weniger wert betrachtet werden, als Gefahr, solange ist dieses unterdrückende System eine Gefahr – nicht nur für uns. Die Geschichte hat gezeigt, dass das eine Gefahr für alle ist. Besonders, wenn die Demokratie schwach wird oder gar ausgehebelt wird. Nazi-Deutschland hat als Diktatur marginalisierte Gruppen ganz massiv verfolgt und versucht, zu vernichten. Auch Hunderttausende behinderte, als behindert gesehene, psychisch kranke und institutionalisierte Menschen wurden ermordet, viele weitere zwangssterilisiert – offiziell hieß es, dass sie von ihrem „unwerten Leben“ erlöst wurden.

Demokratie braucht mich, braucht dich, braucht uns.
Wir wissen aber auch, nicht alle von uns haben immer die Kraft dazu.
Oder die Zeit.
Oder die Löffel, also die Energie.
Und das wissen wir als behinderte, chronisch kranke, psychisch kranke, neurodivergente, T*taube Menschen, Krüppel und oder Verrückte, kurz CIMND* Menschen, ganz besonders gut.
Wir wissen, dass Demonstrationen oft einfach nicht zugänglich sind.
Weil sie nicht barrierefrei genug sind.
Weil unser Körper andere Pläne hat als wir.
Weil wir so sehr mit Überleben beschäftigt sind.
Wir wissen aber auch ganz besonders gut, dass Aktivismus nicht nur zugänglicher wird, sondern auch nachhaltiger und ganzheitlicher und stärker, wenn wir alle mitnehmen. Wenn die uns anführen und eine Rolle spielen, die am meisten marginalisiert werden.
Sie wissen am besten, wie zum Beispiel Demos barrierefreier werden.
Wir wissen, wie wir kreative Lösungen finden und mit Widersprüchen umgehen können.
Wie wir in den Grenzen unserer Körper aktiv sein können und die Grenzen nicht überschreiten. Aber auch, dass wir diese Grenzen mal überschreiten können. Weil manche Dinge es wert sind, dafür unsere Grenzen zu überschreiben. Wir wissen, wie wichtig es ist, währenddessen und danach füreinander da zu sein und uns gegenseitig zu unterstützen.

Demokratie braucht mich, braucht dich, braucht uns.
Aber hey, wir haben’s doch so gut. /Sarkasmus
Wow, inzwischen dürfen viele behinderte Menschen sogar wählen.
Also die mit deutschem Pass.
Und die, die über 18 Jahre alt sind.

Und doppelt wow, es gibt ja sogar behinderte Abgeordnete.
Also, ein oder zwei oder so.
Von denen wir wissen, dass sie eine Behinderung haben.
Die anderweitig meistens sehr privilegiert sind.
Und denen dann in der Arbeit in den Parlamenten vielen Schwierigkeiten, Barrieren und Diskriminierung begegnen.

Mensch, Lena, wir sollten echt mal dankbar sein.
Könnte noch viel schlimmer sein.

Wohl wahr, könnte schlimmer sein, aber auch viel viel besser.

Wie soll der Grundsatz „Nichts ohne uns über uns“ umgesetzt werden, wenn behinderte Menschen so selten die Entscheidungen treffen?
Wenn nicht-behinderte Personen uns nicht auf dem Schirm haben?/rw
Wenn das gesellschaftliche Bild von Behinderung ist: Oh du armes Ding, dein Leben ist ja furchtbar. Ich könnte das ja nicht, so zu leben.
Oder: Du bist doch nur faul.
Oder auch gut: Das bildest du dir nur ein?
Oder: Du übertreibst.

Bei solchen Bildern und Ansichten ist mit uns über uns zu sprechen anscheinend kaum eine Option. Wie auch, wenn wir so sehr leiden. Wenn wir nicht als volle Menschen gesehen werden. Wenn wir nicht als Expert*innen unseres eigenen Lebens anerkannt werden.

Wenn andere uns nicht den Raum geben/rw, dann nehmen wir ihn uns.
Wir sind hier, wir sind laut.
Auf ganz viele verschiedene Arten.
Manchmal sind wir laut, und andere hören es.
Manchmal sind wir laut, und andere sehen es – weil es ein gebärdensprachliches, schriftliches oder nicht-verbales Laut-Sein ist.
Manchmal sind wir laut und andere bekommen es nicht mit.
Aber nicht nur wir sind laut, weil wir hier sind.
Auch die, die nicht hier sind, können laut sein.
Viele sind laut.
Zum Beispiel am Handy oder am PC. Im Gespräch mit Freund*innen. Auf der Arbeit.
Oder im Bett.
So wie unsere Geschwister mit ME/CFS, also Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrom, die Leute zur Liegenddemo aufgerufen haben, weil sie zu krank sind, um selbst zu demonstrieren. Stellvertretend für sie demonstrieren andere heute auf dem Altermark.

Wir als Disability und Mad Pride Bonn sagen:
Es gibt so viele Arten, aktiv zu sein.
Und wir erkennen an, dass gerade CIMND* Personen oft die Energie fehlt.
Wir sind kreativ, weil diese Welt nicht für uns gemacht ist. Wir finden andere Wege, was für die Demokratie zu machen, weil die herkömmlichen Wege oft nicht funktionieren.

Lasst uns gemeinsam solidarisch und intersektional aktiv und wehrhaft sein.
Und uns gegenseitig unterstützen.
Heute und an allen anderen Tagen.

Zum Beispiel bei unserer nächsten Disability und Mad Pride Bonn.
Am 12. Juli ab 13 Uhr in Bonn auf dem Frankenbadplatz.
Wir starten mit Infoständen, dann kommt eine Kundgebung.

Wir freuen uns, wenn wir viele sind und auf verschiedene Arten laut gegen Ableismus werden / sind.
Heute hier und morgen woanders.

Demo Rede „Kein Herz für Merz“

Das Foto zeigt Lena L. mit einem Mikrofon in der Hand. Lena ist weiß, hat kurze dunkle Haare und eine Brille. Sie trägt einen grauen Schal und einen grauen Pullover. Auf dem Foto steht: Demo Rede "Kein Herz für Merz" Bonn, 04.02.2025.

Lena L. hat bei einer Demonstration gesprochen.
Das war am 04. Februar 2025.
Die Demonstration hieß: Kein Herz für Merz.
Sie war gegen den Politiker Friedrich Merz von der CDU.
Da ging es darum, dass Merz mit der AfD zusammen gearbeitet hat.
Dagegen haben wir protestiert.
Das hat die queere Pride Bonn organisiert.
Lena hat darüber gesprochen:
Eine Partei, die demokratisch gewählt wurde, ist nicht immer demokratisch.
Die Partei AfD ist nicht demokratisch.
Deshalb hat Lena auch gegen die Partei CDU geredet.
Sie wollte zusammen mit der AfD Schlimmes durchsetzen:
Nicht alle Menschen sollen die gleichen Rechte haben.
Menschen ohne deutschen Pass sollen zum Beispiel schlechter behandelt werden.
Das ist heute schon so.
Aber mit der AfD wird das noch schlimmer.

Lena ist von der Disability & Mad Pride Bonn.
Wir sind ein Bündnis von Menschen, die gegen Ableismus kämpfen.
Wir sind eine Selbst-Vertretung behinderter und Verrückter Menschen.
Wir haben alle Ableismus-Erfahrung.

Es gibt ein Video von der Rede.
Das Video ist auf unserem YouTube-Kanal.
Unser YouTube-Kanal heißt: @DisabilityundMadPrideBonn
Das Video heißt: Demo Rede „Kein Herz für Merz“.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=B3G_Zl980Vc

Bildbeschreibung:
Das Foto zeigt Lena L. mit einem Mikrofon in der Hand.
Lena ist weiß.
Sie hat kurze dunkle Haare.
Und sie trägt eine Brille.
Sie trägt einen grauen Schal und einen grauen Pullover.
Auf dem Foto steht:
Demo Rede „Kein Herz für Merz“
Bonn, 04.02.2025.

Soli-Konzert 2.0

Das Bild hat 3 Teile. 
Links: Spenden-Empfehlung: Du magst, was wir tun? Du hast selbst mehr als genug zum Leben? Unterstütze uns gerne großzügig mit 10-25 € für unser Buch und andere wertvolle Projekte. Du kommst akzeptabel über die Runden? Zeige Deine Wertschätzung für den Konzertabend mit 5-15 €.  Du bist armutsbetroffen? Kein Problem; so wie Dir geht es in Deutschland u.a. auch oftmals Behinderten. Wenn dir das Geld fehlt, genieße die Show "auf uns". ... viel Vergnügen! 
Mitte: Zu sehen ist ein Foto von Lena L. Lena ist weiß, hat kurze dunkle Haare und trägt eine Brille. Sie hat Kopfhörer auf. Sie trägt einen grauen Pulli mit einem weißen Shirt darüber. Lena lächelt und zeigt einen Daumen hoch. 
Rechts: Im Hintergrund ist die Disability Pride Flagge zu sehen. Soli Konzert. Disability & Mad Pride Bonn. go fund me für unser Buch-Projekt! Darunter ist ein QR-Code. PayPal Disability & Mad Pride Bonn. Darunter ist noch ein QR-Code. ...viel Vergnügen!

Gestern gab es wieder ein Soli Konzert von uns.

Lena L. hat moderiert.
Das heißt: Sie hat uns durch den Abend geführt.
Sie hat gesagt, was alles passiert.

Sie hat auch Klaviermusik gemacht.
Die Musikrichtung hieß „Low Fi Hip Hop“.

Was ist Low Fi Hip Hop?
Low Fi steht für: Low Fidelity.
Das ist Englisch.
Das heißt:
Lena hat zu Hause Musik gemacht.
Sie hat das nicht professionell aufgenommen.
Oder professionell übertragen.
Die Musik durfte auch Fehler haben.
Das war Absicht.

Die Musikrichtung hat Lena so entschieden, weil es einen Gast gab:
Niklas, der als „Lil‘ Guy“ aufgetreten ist.
Lil‘ Guy ist Englisch und heißt: Kleiner Kerl.
Er hat auch Hip Hop gemacht.
Da hat es gut zusammengepasst.

Mit unseren Soli Konzerten wollen wir Spenden für unsere Projekte und Demos sammeln.

Wenn ihr auch mal als Künstler*in dabei sein wollt: Meldet euch bei uns!
Zum Beispiel auf Instagram: @disability.pride.bonn
Oder schickt uns eine e-Mail: disability.pride.bonn@outlook.de

Spenden
Ihr könnt für unser Buch spenden.
Das geht hier: https://gofund.mhilfte/a14d3f4a
Ihr könnt uns auch Geld mit Paypal spenden.
An: disability.pride.bonn@outlook.de

Ihr findet unsere Musik auch zum Teil auf unserem YouTube-Kanal: @DisabilityundMadPrideBonn

Bildbeschreibung (Schwere Sprache):

Das Bild hat 3 Teile.
Links:
Spenden-Empfehlung:
Du magst, was wir tun?
Du hast selbst mehr als genug zum Leben?
Unterstütze uns gerne großzügig mit 10-25 € für unser Buch und andere wertvolle Projekte.
Du kommst akzeptabel über die Runden?
Zeige Deine Wertschätzung für den Konzertabend mit 5-15 €.
Du bist armutsbetroffen?
Kein Problem; so wie Dir geht es in Deutschland u.a. auch oftmals Behinderten. Wenn dir das Geld fehlt, genieße die Show „auf uns“.
… viel Vergnügen!

Mitte:
Zu sehen ist ein Foto von Lena L. Lena ist weiß, hat kurze dunkle Haare und trägt eine Brille. Sie hat Kopfhörer auf. Sie trägt einen grauen Pulli mit einem weißen Shirt darüber. Lena lächelt und zeigt einen Daumen hoch.

Rechts:
Im Hintergrund ist die Disability Pride Flagge zu sehen.
Soli Konzert
Disability & Mad Pride Bonn
go fund me
für unser Buch-Projekt!
Darunter ist ein QR-Code.
PayPal
Disability & Mad Pride Bonn
Darunter ist noch ein QR-Code.
…viel Vergnügen!

Soli-Konzert Februar – Als Künstler*in dabei sein

Hey! 🙂

Behinderten-Gerechtigkeit ist voll euer Thema?
Die Ziele der Disability und Mad Pride findet ihr gut?
Ihr seid selbst CIMND* und/oder von Ableismus betroffen?

Und ihr schreibt Texte?
Oder macht Musik?
Oder ihr macht anders Kunst?
Und wollt das gern live zeigen?

Wir machen wieder ein Soli-Konzert.
Das ist online.
Da gibt es Musik und andere Kunst.
Soli steht für: Solidarität.
Bei dem Konzert sammeln wir Spenden.

Möchtet ihr als Künstler*in dabei sein?

Meldet euch gerne bei uns!
Schreibt uns auf Instagram.
Oder über Facebook.
Oder schickt uns eine Mail.

Ihr könnt euch bis zum 07.02.2025 für das Soli-Konzert bewerben.
Bis dahin!

Eure Disability und Mad Pride Bonn

Bildbeschreibung:

Das Sharepic zeigt im Hintergrund einen Farbverlauf von pink nach gelb.

Text:
Soli-Konzert
Februar
Ihr möchtet als Künstler*in dabei sein?
Meldet euch gerne bei uns!
Ihr könnt euch bis zum 07.02.2025 für das Soli-Konzert bewerben.
Bis dahin!
Eure Disability und Mad Pride Bonn
@disability.pride.bonn

Links neben dem Text sind
– ein Noten-Schlüssel und Noten
– und ein Mikrofon.
Rechts neben dem Text sind
– ein Pinsel
– und eine Person, die Trompete spielt.

Soli-Konzert am 3.11.

Die Bildbeschreibungen sind am Ende von diesem Beitrag.

Sharepic 1 von 3.
Text:
@disability.pride.bonn
Soli-Konzert
& Poetry
19:00 - ca. 20:00 Uhr
Sonntag, 3.11.2024
Im Hintergrund des Sharepics ist die inklusive Disability Pride Flagge zu sehen.
Davor ist links ein Flügel-Klavier.
Auf dem steht wann das Konzert ist.
Auf dem Klavier sind ein Noten-Schlüssel und Noten.
Rechts ist ein Mikrofon abgebildet.
Daneben steht in einer Sprachblase: & Poetry.
Sharepic 2 von 3. Text: Stream Konzert Was ist alles möglich mit dem Klavier? Lena gibt uns mit Klavier-Challenges ein Gefühl dafür @one.hell.of.an.l Poetry / Poesie Elisha und Skye bringen uns Werke aus ihrem Poetry Schatz mit @lishbroetchen https://us06web.zoom.us/j/85820560466 @disability.pride.bonn Der Hintergrund ist grau. Oben rechts sind die Streifen der inklusiven Disability Pride Flagge. Davor ist ein Mikrofon. Der Text steht auf einem Flügel-Klavier.
Sharepic 3 von 3. Text: Spenden Wir sammeln Geld - für unsere Demonstration - für unsere Projekte Beides kostet viel Geld. Zum Beispiel für Dolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS). Das Soli-Konzert ist kostenlos. Wir freuen uns aber, wenn ihr spendet. Paypal: an disability.pride.bonn@outlook.de @disability.pride.bonn Am rechten Rand ist ein QR-Code. Der führt zu Paypal mit unserer eMail-Adresse. Der Hintergrund ist grau. Oben rechts sind die Streifen der inklusiven Disability Pride Flagge. Davor ist ein Mikrofon. Der Text steht auf einem Flügel-Klavier. Auf dem Klavier ist ein rosa Spar-Schwein mit Münz-Geld.

Morgen ist unser Soli-Konzert! 🎼🎉
Das ist auf Zoom.
https://us06web.zoom.us/j/85820560466
Es startet um 19:00 Uhr.
Und geht bis ungefähr 20:00 Uhr.

🎹 Lena macht Klavier Challenges.
Challenges ist English.
Es heißt: Herausforderungen.
Lena gibt sich selbst Herausforderungen.
Zum Beispiel:
Klavier-Spielen ohne hinzugucken.
Damit möchte Lena zeigen:
Das ist zum Beispiel am Klavier möglich.
@one.hell.of.an.l

🎤 Elisha und Skye machen Poetry.
Poetry ist Englisch.
Es heißt: Poesie, Gedichte.
Die Beiden tragen selbst-geschriebene Texte vor.
@lishbroetchen
@skye_privat

Das Konzert ist kostenlos.
Lena nennt es in Schwerer Sprache:
Das Stream Konzert ist kostenlose Sonntag-Abend Entspannung.
Wir freuen uns aber über Spenden.
Wir machen eine Demonstration.
Und viele Projekte.
Das kostet viel Geld.
Paypal: an disability.pride.bonn@outlook.de

Bildbeschreibungen

1 von 3
Text:
@disability.pride.bonn
Soli-Konzert
& Poetry
19:00 – ca. 20:00 Uhr
Sonntag, 3.11.2024
Im Hintergrund des Sharepics ist die inklusive Disability Pride Flagge zu sehen.
Davor ist links ein Flügel-Klavier.
Auf dem steht wann das Konzert ist.
Auf dem Klavier sind ein Noten-Schlüssel und Noten.
Rechts ist ein Mikrofon abgebildet.
Daneben steht in einer Sprachblase: & Poetry.

2 von 3
Text:
Stream Konzert
Was ist alles möglich mit dem Klavier?
Lena gibt uns mit Klavier-Challenges ein Gefühl dafür
@one.hell.of.an.l
Poetry / Poesie
Elisha und Skye bringen uns Werke aus ihrem Poetry Schatz mit
@lishbroetchen
https://us06web.zoom.us/j/85820560466
@disability.pride.bonn
Der Hintergrund ist grau.
Oben rechts sind die Streifen der inklusiven Disability Pride Flagge.
Davor ist ein Mikrofon.
Der Text steht auf einem Flügel-Klavier.

3 von 3
Text:
Spenden
Wir sammeln Geld
– für unsere Demonstration
– für unsere Projekte
Beides kostet viel Geld.
Zum Beispiel für Dolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS).
Das Soli-Konzert ist kostenlos.
Wir freuen uns aber, wenn ihr spendet.
Paypal: an disability.pride.bonn@outlook.de
@disability.pride.bonn
Am rechten Rand ist ein QR-Code.
Der führt zu Paypal mit unserer eMail-Adresse.
Der Hintergrund ist grau.
Oben rechts sind die Streifen der inklusiven Disability Pride Flagge.
Davor ist ein Mikrofon.
Der Text steht auf einem Flügel-Klavier.
Auf dem Klavier ist ein rosa Spar-Schwein mit Münz-Geld.

Unsere Rede auf der A*Spektrum Demo Köln 2024

In Köln gab es am Samstag eine A*Spektrum Demonstration.
Das war am 26.10.2024.
Als Disability und Mad Pride Bonn haben wir die Demonstration unterstützt.
Lena und Koi waren da.
Sie haben eine Rede gehalten.
Die Rede könnt ihr hier lesen.
Zuerst kommt die Rede in Schwerer Sprache.
Weiter unten kommt sie in Einfacher Sprache.

Es gibt einen Instagram Post zu der Demonstration.
Der ist in Schwerer Sprache.
Den Post findet ihr hier: https://www.instagram.com/p/DA_3bzJCCHx/

Rede in Schwerer Sprache

Hallo in die Runde,
Wir sind von der Disability und Mad Pride Bonn.

Ich bin Koi. Meine Pronomen sind em/ems und xier/xies. Ich bin weiß. Ich hab verschiedene psychische und chronische „Erkrankungen“ und bin neurodivergent. Ich bin Ravencollector, also Termcollector. Zu meinem Labelberg gehören unter anderem Pan* Oriented AroAce Polarsensuellspike und noch ein paar andere a*spec Label.

Und ich bin Lena. Meine Pronomen sind dey/deren. Ich bin auch weiß, lebe mit verschiedenen Behinderungen und bewege mich auf verschiedenen A*-Spektren. /rw

Wenn wir behindert sagen, dann reden wir von allen CIMND Menschen: chronisch kranke, psychisch kranke, Verrückte, neurodivergente und T/taube Menschen.
Wenn wir asexuell sagen, dann verstehen wir Asexualität als Spektrum.

Vorsicht: Wir sprechen über Ableismus und A*spec-Feindlichkeit.

Über behinderte Menschen heißt es ja oft:
– Die sind alle asexuell.
– Die sind alle aromantisch.

Ableismus sagt uns, dass wir nicht begehrenswert und liebenswert sind.
Oder, dass wir zu „kindlich“ oder „unterentwickelt“ seien, um Anziehung zu empfinden, um Liebe zu kennen oder Sex zu haben.

Auch, wenn wir beide jetzt hier stehen und auf dem A*-Spektrum sind, auf dem ace*spec, dem aro*spec, dem asen*spec und oder anderen A*-Spektren – gilt das nicht für alle behinderten Menschen.
Genauso wie nicht alle nicht-behinderten Menschen allo* sind.

Einige Leute sagen: Menschen auf den A*-Spektren sind irgendwie krank.
Oder sie sagen sogar: Ace*specs sind sexuell behindert.

Leute sagen uns:
“Du bist nicht normal, du bist weniger Wert, du bist weniger Mensch,
– weil du behindert ist
– weil du asexuell bist.”

Leute sagen uns:
„Alle Menschen mit Behinderungen haben ein schlechtes Leben. Sie leiden unter ihren Behinderungen. Sie möchten gerne geheilt werden.“
„Alle asexuellen Menschen haben ein schlechtes Leben. Sie leiden unter ihrer Asexualität. Sie müssen geheilt werden.“
Das ist Bullshit!

Wir sind nicht a*spec, weil wir behindert sind.
Und wir sind nicht behindert, weil wir a*spec sind.
Wir sind nicht „krank“ oder weniger Wert oder weniger Mensch, weil wir behindert sind, ace*spec und oder anderweitig auf dem a*spec.

Was wir sind, ist: unsichtbar.
Als behinderte Menschen.
Als a*spec Menschen.

Wir sind nicht nur unsichtbar, die Gesellschaft macht uns unsichtbar.
– Weil wir in den Medien kaum auftauchen oder nur bestimmte Bilder von uns.
– Weil Barrierefreiheit fehlt. Was dazu führt, dass wir oft nicht oder nur eingeschränkt teilhaben können.
Außerdem halten sich viele behinderte Menschen in abgeschotteten Räumen wie Wohnheimen und Werkstätten auf. Das isoliert noch mal mehr. Macht nochmal mehr unsichtbar.
– Weil Diskriminierung und verinnerlichte diskriminierende Denkweisen dazu führen, dass wir sowohl als behinderte bzw. CIMND Menschen als auch als a*spec Menschen oft nicht teilhaben können.
– Weil das „A“ im Akronym LGBTQIA+ oder LGBTQIANP+ vergessen oder ausgelassen wird. Oder weil gesagt wird, das „A“ stünde für Allys.
Das stimmt aber nicht. Das „A“ gehört zum Akronym. Und es steht zum Beispiel für: aromantisch, asexuell, asensuell, anästhetisch, analterös, aqueerplatonisch, ansozial, aplatonisch, agender.
– Weil Asexualität häufig nicht als Spektrum gesehen wird.
Menschen denken: Asexuelle Menschen mögen alle keinen Sex.
Oder: Sie erleben alle gar keine Anziehung.
So einfach ist das aber nicht.

Asexualität kann zum Beispiel heißen keine Anziehung zu erleben, wenig, nur manchmal, nur unter bestimmten Umständen oder einfach nicht normativ. Es kann auch heißen eine Person mag keinen Sex.
Asexualität heißt für verschiedene Menschen was anderes. Es ist ein Spektrum.

Ähnlich vereinfacht wird über Aromantik gesprochen. Andere A*-Spektren wie das aplatonische, das asensuelle und das anästhetische Spektrum werden komplett ausgeblendet. /rw Aber sie alle gehören zum A*spec.

Sie alle sind Teil der queeren bzw. LGBTQIANP+ Community.
Wobei nicht alle a*spec Personen queer sind.
Und sich nicht alle labeln.
Und alles davon ist valid.

Viele Menschen denken immer noch: ace ist das gleiche wie aroace. Also, dass alle asexuellen Menschen auch aromantisch wären.

Das ist falsch!

Wir beide sind asexuell und aromantisch. Aber das sind nicht alle.
Und es ist wichtig, dass wir das alle anerkennen.
Und dass wir dieses Bild aufbrechen. /rw

Wir beide sind asexuell und aromantisch und a*spec. Aber nicht alle a*specs sind asexuell und oder aromantisch.
Es gibt ein großes Spektrum mit zahlreichen Anziehungsarten, Orientierungen und Labeln.
Und es ist wichtig, dass wir das alle anerkennen.
Und dass wir dieses Bild aufbrechen /rw, dass a*spec gleich asexuelles und aromantisches Spektrum heißt.

Das können wir heute machen, bei dieser A*Spektrum Demo. Heute in der Ace*spec Week.
Das können wir in der Aro*spec Week machen, am Tag des aromantischen Spektrums, am Aro Day, am Ace Day, am Apl Day.
Und an allen anderen Tagen im Jahr.

An alle Aces, die nicht aromantisch oder auf dem aromantischen Spektrum sind: Ihr seid valid.
An alle Aros, die nicht asexuell oder auf dem asexuellen Spektrum sind: Ihr seid valid.
An alle A*specs, die „nur“ auf dem asexuellen, „nur“ auf dem aromantischen Spektrum oder auf keinem von beidem sind: Ihr seid valid.
An alle, die keine Label verwenden: Ihr seid valid.
An alle, die andere einladen, ihre Label kennennzulernen: Ihr seid valid.
An alle, die ihre Label nicht teilen: Ihr seid valid.

Wir sind hier.
Wir wollen Sichtbarkeit.
– Behinderte Aces existieren.
– Behinderte Allos ebenso.
– Asexualität ist ein Spektrum.

Wir nehmen uns hier Raum.
We came to stay here.

Und wir sind gekommen um uns allen zu sagen:
Wir alle sind valid.
Wir sind ganz.
Und wir sind richtig, wie wir sind.
Und wir sind genug, wie wir sind

Rede in Einfacher Sprache

Hallo.

Wir kommen von der Disability und Mad Pride Bonn.
Disability ist Englisch und heißt Behinderung.
Mad ist Englisch und heißt verrückt.
Manche psychisch kranke Menschen sagen über sich:
    Wir sind verrückt.
Pride ist Englisch und heißt Stolz.
Die Disability und Mad Pride Bonn ist eine Gruppe von behinderten Menschen.
Sie kämpfen für ihre Rechte.
Und gegen Ableismus.
Ableismus ist die Diskriminierung von behinderten Menschen.
Sie werden schlecht behandelt, weil sie etwas nicht können.
Oder weil sie etwas anders machen.

Wir sind Koi und Lena.
Über Koi könnt Ihr als Koi sprechen.
Oder als em oder xier.
Koi ist weiß.
Em hat mehrere psychische und chronische „Erkrankungen“.
Und em ist neurodivergent.
Koi zählt ein paar von ems Labeln auf:
– Term•Collector
Das ist Englisch und heißt: Begriff•Sammler*in.
Leute sagen dazu auch: Raven•Collector (Raben•Sammler*in) oder Collector-Raven (Sammel•Rabe).
Die Personen verwenden viele Label.
Zum Beispiel um ihr Geschlecht zu beschreiben.
Und oder ihre Orientierung.
Und oder sie sammeln Pronomen.
Sie sammeln passende Label und Pronomen.
Manche Menschen sehen ihr Sammeln als Form von Horten.
Sie können sich auch so nennen: Term•Hoarder.
Auf Deutsch: Begriff•Horter*in.
– pan* oriented aro•ace
Das heißt Koi ist a•romantisch a•sexuell.
Aber Koi erlebt andere Anziehungs•Arten.
Dafür steht: oriented.
Koi erlebt manche dieser Anziehungs•Arten auf eine Art, die Koi als pan* beschreibt.
Bei diesen Anziehungs•Arten spielt das Geschlecht der Personen keine Rolle.
– polar•sensuell•spike
Das heißt die Personen sind polar•sensuell und a•sensuell•spike.
Normalerweise empfinden sie keine sensuelle Anziehung.
Und oder sie sind touch-repulsed.
Selten erleben sie plötzlich sensuelle Anziehung.
Touch-repulsed heißt etwa: Sie sind von sensuellem Kontakt abgestoßen.
– weitere a*spec Label

Über Lena könnt Ihr als Lena sprechen.
Oder als dey.
Lena ist auch weiß.
Lena hat verschiedene Behinderungen.
Lena gehört zu verschiedenen A*Spektren.

Es gibt verschiedene A*-Spektren.
Wir nennen ein Paar Beispiele:
    – Das a•sexuelle Spektrum
    – Das a•romantische Spektrum
    – Das a•platonische Spektrum
    – Das a•sensuelle Spektrum
    – Das an•ästhetische Spektrum.
Sie erleben alle Anziehung anders als die Gesellschaft „normal“ nennt.
Menschen auf A*-Spektren heißen auch: a*specs.
Spec steht für Spektrum.
Spektren ist die Mehr•Zahl von Spektrum.
Spektrum heißt:
Es gibt ganz viele verschiedene Arten, a*spec zu sein.
A*spec Menschen sind alle unterschiedlich.

A*spec Menschen erleben viel Diskriminierung.
Diese Diskriminierung heißt:
A*spec-Feindlichkeit.

Information!
Wir sagen an vielen Stellen: behindert.
Wir meinen dann alle CIMND Menschen.
CIMND könnt ihr so aussprechen: Zimt.
CIMND besteht aus den Anfangsbuchen von einigen englischen Begriffen.
Es heißt:
CI – chronically ill = chronisch kranke
M – Mad = Verrückte
MI – mentally ill = psychisch kranke
N – neurodivergente
D – disabled = behinderte
D – Deaf = T/taube
Personen.
CIMND ist eine Abkürzung für diese Personen-Gruppen.

Wir sagen an vielen Stellen: a•sexuell.
Wir meinen dann das a•sexuelle Spektrum.
Wir wissen: A•sexualität ist ein Spektrum.

Wir sprechen jetzt über Ableismus und A*spec-Feindlichkeit.

Andere Menschen sagen oft:
– Behinderte Menschen sind alle a•sexuell.
– Sie sind alle a•romantisch.
Andere sagen oft:
– Behinderte Menschen können nicht geliebt werden.
Kein Mensch möchte mit behinderten Menschen Sex haben.
– Behinderte Menschen sind wie Kinder.
– Behinderte Menschen können keine Anziehung empfinden.
– Behinderte Menschen kennen Liebe nicht.
– Behinderte Menschenm sind nicht erwachsen genug für Sex.
Das stimmt so nicht.

Wir beide sind auf dem A*-Spektrum.
Wir sind auf dem ace*spec.
Ace*spec heißt: a•sexuelles Spektrum.
Wir sind auf dem aro*spec.
Aro*spec heißt: a•romantisches Spektrum.
Wir sind auf dem asen*spec.
Asen*spec heißt: a•sensuelles Spektrum.
Und wir sind auch noch auf anderen A*-Spektren.
Das heißt aber nicht: Alle behinderten Menschen sind das.
Wir sagen auch nicht: Alle nicht-behinderten Menschen sind allo*.
Allo* heißt ungefäht: etwas so erleben, wie es die Gesellschaft „normal“ nennt.
Das Gegen•Teil von a•sexuell ist zum Beispiel: allo•sexuell.

Andere Menschen sagen oft:
– Menschen auf den A*-Spektren sind krank.
– A•Sexualität ist eine Krankheit.
– A•Sexuelle Menschen sind sexuell behindert.
Das stimmt nicht.

Leute sagen uns:
Du bist nicht normal.
Du bist weniger Wert.
Du bist weniger Mensch.
Weil du behindert bist.
Und oder weil du a•sexuell bist.

Leute sagen uns:
– Alle Menschen mit Behinderungen haben ein schlechtes Leben.
Sie leiden unter ihren Behinderungen.
Sie möchten gerne geheilt werden.
– Alle a•sexuellen Menschen haben ein schlechtes Leben.
Sie leiden unter ihrer A•Sexualität.
Sie müssen geheilt werden.
Das stimmt nicht.

Wir sind nicht a*spec, weil wir behindert sind.
Und wir sind nicht behindert, weil wir a*spec sind.
Wir sind
nicht „krank“
– oder weniger Wert
– oder weniger Mensch
Das sind wir nicht, nur weil wir behindert sind.
Oder weil wir ace*spec sind.
Oder weil wir auf anderem A*-Spektren sind.

Wir sind unsichtbar.
Als behinderte Menschen.
Als a*spec Menschen.

Die Gesellschaft macht uns unsichtbar.

– Wir sind kaum in den Medien.
Wenn wir in den Medien sind, dann oft nur bestimmte Bilder von uns.

– Barriere•Freiheit fehlt.
Deswegen können wir oft gar nicht teil•haben.
Oder wir können es nicht gut.
Viele behinderte Menschen sind in ab•geschotteten Räumen.
In den Räumen haben behinderte Menschen kaum Kontakt zum Rest der Gesellschaft.
Zum Beispiel:
– Wohn•Heime
– Werk•Stätten

– Es gibt viel Diskriminierung.
Vieles davon haben wir auch verinnerlicht.
Das heißt wir sind uns selbst gegenüber feindlich.
Das macht Teilhaben auch schwer.
– Das A im Akronym LGBTQIA+ oder LGBTQIANP+ wird oft vergessen.
Oder es wird ausgelassen.
Oder Leute sagen: A steht für Allys.
Das stimmt nicht.
Das A steht zum Beispiel für:
– a•romantisch
– a•sexuell
– a•sensuell
– an•ästhetisch
– an•alterös
– a•queerplatonisch
– an•sozial
– a•platonisch
– a•gender
    Ally ist Englisch und heißt: verbündete Person.
    Die ist nicht selbst Teil der Queeren/LGBTQIANP+ Community.
    Sie unterstützt die Community aber aktiv.
    LGBTQIANP+ steht zum Beispiel für:
    L= lesbisch
    G= gay / schwul
    B= bi*
    T= trans* und Two-Spirit
    Q= queer und questioning
    I= inter•geschlechtlich
    A=  a*-spec (ace*spec, aro*spec, apl*spec,…) und a•gender
    N= nicht•binär
    P= poly* und pan*
    + alle weiteren

– A•Sexualität wird oft nicht als Spektrum gesehen.
Menschen denken: A•Sexuelle Menschen mögen alle keinen Sex.
Oder: Sie erleben alle gar keine Anziehung.
So einfach ist das aber nicht.
A•Sexuelität heißt zum Beispiel:
– Ich erlebe keine sexuelle Anziehung.
– Ich erlebe wenig sexuelle Anziehung.
– Ich erlebe nur manchmal sexuelle Anziehung.
– Ich erlebe nur unter bestimmten Umständen sexuelle Anziehung.
– Ich erlebe sexuelle Anziehung anders als die Gesellschaft „normal“ nennt.
– Ich mag keinen Sex.
A•Sexualität heißt für viele Menschen etwas anderes.
Es ist ein Spektrum.

Ähnlich wird über A•Romantik gesprochen.
Andere A*-Spektren werden gar nicht gesehen.
Dabei gehören sie alle zum A*spec.

A*-Spektren sind Teil der Queeren / LGBTQIANP+ Community.
Aber nicht alle a*spec Personen sind queer.
Nicht alle a*spec Personen verwenden Label.
Wir sagen: Das ist alles okay.

Viele Menschen denken:
Ace ist das gleiche wie Aro•Ace.
Also, dass alle a•sexuellen Menschen auch a•romantisch wären.
Das stimmt nicht.

Wir sind beide a•sexuell.
Und wir sind a•romantisch.
Aber das sind nicht alle.
Das sollen alle Menschen begreifen.
Das ist wichtig.

Wir sind beide a•sexuell.
Und wir sind a•romantisch.
Und wir sind a*spec.
Nicht alle a*spec Menschen sind
– a•sexuell
– und oder a•romantisch.

Das A*-Spektrum ist sehr groß.
Es gibt viele verschiedene
– Anziehungs•Arten
– Orientierungen
– Label
Das A*-Spektrum besteht nicht nur aus A•Sexualität und A•Romantik.

Wichtig:
Das sollten wir alle wissen.
Dafür sollten wir uns einsetzen.
Zum Beispiel heute bei dieser Demo.
Und heute in der Ace*spec Week.
Das ist die Aktionswoche zum a•sexuellen Spektrum.
Oder an anderen Aktions•tagen und •wochen.
Zum Beispiel:
– Aro*spec Woche
– Tag des a•romantischen Spektrums
– Aro Tag
– Ace Tag
– Apl Tag
Apl steht für A•platonisch.
Das können wir auch das ganze Jahr machen.

Wir sagen:
Alle Menschen sind gut, so wie sie sind.
– A•Sexuelle Menschen, die nicht a•romantisch sind.
– A•Romantische Menschen, die nicht a•sexuell sind.
– A*Spec Menschen, die „nur“ a•sexuell sind.
– A*Spec Menschen, die „nur“ a•romantisch sind.
– A*Spec Menschen, die nicht a•sexuell und nicht a•romantisch sind.
– Menschen, die keine Label verwenden.
– Menschen, die anderen ihre Label sagen.
– Menschen, die anderen nicht ihre Label sagen.

Wir sind hier.
Wir wollen sicht•bar sein.
Wir sind beide behindert und a•sexuell.
Es gibt also behinderte Menschen, die a•sexuell sind.
Es gibt aber auch behinderte Menschen, die nicht a•sexuell sind.
Das ist beides gut.

Es gibt viele Arten, a•sexuell zu sein.
A•sexuelle Menschen sind alle verschieden.
Manche a•sexuellen Menschen sind auch a•romantisch.
Andere nicht.

Wir sagen:
Wir sind alle gut, so wie wir sind.
Wir sind nicht kaputt.
Wir sind genug.

Ace*spec und Ableismus

Bildbeschreibung:
Das Sharepic ist dunkelgrau mit einem Rahmen in den Farben der Asexual Pride Flagge. 
Text:
Ace\*spec Week
Ace\*spec und Ableismus Vortrag
von Disability und Mad Pride Bonn & A\*spec DACH + friends
Was ist Ableismus? Wie kann anti-ableistische Sprache aussehen? Wo gibt es Intersektionen zwischen Asexualität und Ableismus? Wie können unsere Communitys zugänglicher werden?
Wann?
21. Oktober
19:30
Wo?
Zoom
https://us06web.zoom.us/j/81608692942
Links unten in der Ecke ist das Logo von A*spec DACH + friends abgebildet. Daneben steht der Einladungs-Link zum Discord-Server: discord.gg/NSdKp3d6Bq
Rechts unten in der Ecke ist das Logo von Disability und Mad Pride Bonn abgebildet. Daneben steht der Link zur Website: disability-pride-bonn.de

Logo von A\*spec DACH + friends: Im Hintergrund ist eine a\*spec Fahne. Sie besteht aus mehreren Blautönen, grau, schwarz und einem hellblauen semitransparenten "A" darauf. Davor steht in dunkelblauer schnörkeliger Schrift: "A\*spec DACH + friends".
Logo der Disability und Mad Pride Bonn: „Disability und Mad Pride Bonn“ steht vor dem Hintergrund der Disability Pride Fahne (grauer Hintergrund, Türkis, blau, weiß, gelb, rote Streifen). Oben links ist das lachende Gesicht der Mad Pride Fahne, oben rechts die Neurodivergenz Schleife (eine bunte liegende 8). Unter „Pride“ steht das Wort im Fingeralphabet buchstabiert.
Bildbeschreibung weiter unten

Hier die Präsentation vom Workshop:

Es ist fast wieder Ace*spec Week.
Juhu. 😀
Die Ace*spec Week ist Englisch.
Es bedeutet: Ace Spektrum Woche.
Ace steht für asexuell oder Asexualität.
Was das heißt, steht hier in unserem Lexikon: Sexuelle Orientierung
Die Ace*spec Week geht vom 20. bis 26. Oktober 2024.

In dieser Woche machen wir einen Vortrag.
Den machen wir zusammen mit dem A*spec DACH + friends Discord-Server.
Discord ist ein Messenger.
Thema: Ace*spec und Ableismus.
Was ist Ableismus?
Wie kann anti-ableistische Sprache aussehen?
Wo gibt es Intersektionen zwischen Asexualität und Ableismus?
Wie können unsere Communitys zugänglicher werden?
Wann?
21. Oktober 19:30 Uhr
Wo?
Zoom: https://us06web.zoom.us/j/81608692942

Die Ace*spec Week ist eine Aktions-Woche.
Sie findet jedes Jahr statt.
Immer in der letzten ganzen Oktober-Woche.
Das Ziel der Aktions-Woche:
– Das Bewusstsein für das asexuelle Spektrum steigern.
– Bildung zum asexuellen Spektrum verbreiten.
– Die Community stärken.
– Communitys aufbauen.
– Veränderung in der Welt bewirken.
– Sich selbst feiern.
– Feiern, was die asexuelle Community schon erreicht hat.

In der Ace*spec Week gibt es immer am Mittwoch auch:
Den Disabled Ace Day.
Auf Deutsch heißt das: Behinderte Asexuelle Tag.
Es ist also ein Tag für behinderte asexuelle Menschen.
Und für ihre Sichtbarkeit.

Mehr Informationen zu Asexualität und dem Spektrum
in Schwerer Sprache:
– bei AktivistA
https://aktivista.net/links/asexualitaet-nicht-nur-bei-amoeben-flyertext/
– bei InSpektren
https://inspektren.eu/asexualitaet-und-das-asexuelle-spektrum

Bildbeschreibung des Sharepics:
Das Sharepic ist dunkelgrau mit einem Rahmen in den Farben der Asexual Pride Flagge.
Text:
Ace*spec Week
Ace*spec und Ableismus Vortrag
von Disability und Mad Pride Bonn & A*spec DACH + friends
Was ist Ableismus? Wie kann anti-ableistische Sprache aussehen? Wo gibt es Intersektionen zwischen Asexualität und Ableismus? Wie können unsere Communitys zugänglicher werden?
Wann?
21. Oktober
19:30 Uhr
Wo?
Zoom
https://us06web.zoom.us/j/81608692942
Links unten in der Ecke ist das Logo von A*spec DACH + friends abgebildet. Daneben steht der Einladungs-Link zum Discord-Server: discord.gg/NSdKp3d6Bq
Rechts unten in der Ecke ist das Logo von Disability und Mad Pride Bonn abgebildet. Daneben steht der Link zur Website: disability-pride-bonn.de
Logo von A*spec DACH + friends: Im Hintergrund ist eine a*spec Fahne. Sie besteht aus mehreren Blautönen, grau, schwarz und einem hellblauen semitransparenten „A“ darauf. Davor steht in dunkelblauer schnörkeliger Schrift: „A*spec DACH + friends“.
Logo der Disability und Mad Pride Bonn: „Disability und Mad Pride Bonn“ steht vor dem Hintergrund der Disability Pride Fahne (grauer Hintergrund, Türkis, blau, weiß, gelb, rote Streifen). Oben links ist das lachende Gesicht der Mad Pride Fahne, oben rechts die Neurodivergenz Schleife (eine bunte liegende 8). Unter „Pride“ steht das Wort im Fingeralphabet buchstabiert.

Hinweis auf weitere Veranstaltung
Bildbeschreibung:
Das Sharepic ist dunkelgrau mit einem Rahmen in den Farben der Asexual Pride Flagge. Links oben neben dem Titel ist das Bild des Discord-Servers abgebildet.
Text:
Ace\*spec Week
CIMND Stammtisch
Für wen?
CI - chronically ill, chronisch kranke
M - Mad, Verrückte
M - mentally ill, psychisch kranke
N - neurodivergente
D - disabled, behinderte
D - Deaf, Taube
Personen
Wann?
23. Oktober
18:00 - 19:20 Uhr
Wo?
A\*spec DACH + friends Discord-Server
discord.gg/NSdKp3d6Bq
Neben dem Discord-Link ist ein QR-Code. Beides führt zum A\*spec DACH + friends Discord-Server.
Außerdem sind ein Häufchen geriebenen Zimt und daneben aufeinander gelegt drei Zimtstangen zu sehen. Der geriebene Zimt ist mit der Disability Pride Flag wasserfarben-artig bemalt. Auf der untersten Zimtsstange ist die Deaf Pride Flag, auf einer anderen die Mad Pride Flag und auf der dritten Zimtstange die Autistic Pride Flag. Jeweils auf dem Kopf der Stangen ist die regenbogenfarbene Neurodivergenz-Schleife. Links neben dem Zimthäufchen sind noch drei kleine schwarze Löffel zu sehen. Drum rum steht noch: "CIMND Pride".
Logo von A\*spec DACH + friends: Im Hintergrund ist eine a\*spec Fahne. Sie besteht aus mehreren Blautönen, grau, schwarz und einem hellblauen semitransparenten "A" darauf. Davor steht in dunkelblauer schnörkeliger Schrift: "A\*spec DACH + friends".

Bildbeschreibung:
Das Sharepic ist dunkelgrau mit einem Rahmen in den Farben der Asexual Pride Flagge. Links oben neben dem Titel ist das Bild des Discord-Servers abgebildet.

Text:
Ace*spec Week
CIMND Stammtisch

Für wen?
CI – chronically ill, chronisch kranke
M – Mad, Verrückte
M – mentally ill, psychisch kranke
N – neurodivergente
D – disabled, behinderte
D – Deaf, Taube
Personen

Wann?
23. Oktober
18:00 – 19:20 Uhr

Wo?
A*spec DACH + friends Discord-Server
discord.gg/NSdKp3d6Bq
Neben dem Discord-Link ist ein QR-Code. Beides führt zum A*spec DACH + friends Discord-Server.

Außerdem sind ein Häufchen geriebenen Zimt und daneben aufeinander gelegt drei Zimtstangen zu sehen. Der geriebene Zimt ist mit der Disability Pride Flag wasserfarben-artig bemalt. Auf der untersten Zimtsstange ist die Deaf Pride Flag, auf einer anderen die Mad Pride Flag und auf der dritten Zimtstange die Autistic Pride Flag. Jeweils auf dem Kopf der Stangen ist die regenbogenfarbene Neurodivergenz-Schleife. Links neben dem Zimthäufchen sind noch drei kleine schwarze Löffel zu sehen. Drum rum steht noch: „CIMND Pride“.
Logo von A*spec DACH + friends: Im Hintergrund ist eine a*spec Fahne. Sie besteht aus mehreren Blautönen, grau, schwarz und einem hellblauen semitransparenten „A“ darauf. Davor steht in dunkelblauer schnörkeliger Schrift: „A*spec DACH + friends“.

Mad Pride Köln 2024

Letzten Montag war die Mad Pride Köln 2024.
Mad Pride heißt auf deutsch: Verrückt und stolz.
Also am 20. Mai 2024.
Die Demonstration findet einmal im Jahr statt.
Sie wurde von 2 Vereinen organisiert:
– Inklusion und Kultur e.V.
– Sommerblut Kulturfestival e.V.
Und wir waren da!

Lena und Koi aus unserem Team waren da.
Um kurz vor 2 Uhr nach-mittags waren sie am Neptunplatz.
Der liegt in Köln-Ehrenfeld.
Da ist die Demonstration losgegangen.
Ganz vorne war eine Person mit Megafon.
Das Gerät macht lauter, was die Person sagt.
Sie hat gesagt, was das Thema der Demonstration ist.
Zwei Leute hielten ein Banner.
Auf dem Banner stand: Gegen Zwang und Gewalt
Auf einem anderen Banner stand: Psychiatrie Tote zählen

Lena und Koi waren ganz vorne bei der Demonstration.
Lena hatte ein Schild dabei.
Auf einer Seite stand: Verrückt und Stolz.
Auf der anderen Seite stand: Proud to be Mad.
Das ist englisch und heißt: Ich bin stolz, dass ich verrückt bin.
Auf ihrem T-Shirt stand: Mad Liberation.
Das ist englisch und heißt: Verrückte Befreiung
Koi trug eine schwarze Kappe.
Auf der Kappe ist ein Grinse-Katzen-Grinsen.
Daran waren Katzen-Ohren befestigt.
Das passt zu dem Grinse-Katzen-Grinsen auf der Mad Pride Flagge.
Und Koi hatte einen langen Schal.
Der war pink-lila gestreift.
Wie die Mad Pride Flagge.
Auf Kois T-Shirt stand: Behindert und Stolz.

Die Lauf-Demonstration war ungefähr 1 und 1/2 Stunden lang.
Sie ging durch viele Straßen in Köln.
Ziel war ein Gelände mit Kunst-Werken aus Metall.
Und einer Bühne.
Der Ort heißt: Odonien.

Alle Menschen durften mitgehen:
queere Menschen
– behinderte Menschen
– nicht-behinderte Menschen
– Menschen, die geflüchtet sind
– Menschen, die aus anderen Ländern kommen
– Menschen, von denen die Eltern aus anderen Ländern kommen
– Menschen of Colour:
Menschen of Color werden auch People of Color genannt.
Das ist eine Selbstbezeichnung. Sie steht für Menschen, bei denen die Gesellschaft sagt: ihr seid nicht weiß. Sie erleben viel Rassismus.
– alte Menschen
– junge Menschen
– arme Menschen
– reiche Menschen
– Menschen, die in der Psychiatrie waren
– Menschen, die Sucht kennen

Wir waren sehr viele Leute.
Wir denken es waren ungefähr 300 Personen.
Es waren
– Erwachsene
– Kinder
– Hunde
da.
Und eine Musik-Gruppe.
Sie hieß: Kwaggawerk.
Sie haben die ganze Zeit Musik gespielt.
Das war sehr schön!
Aber auch sehr laut.

Auf dem Weg sind wir viele Straßen gegangen.
Auch viele Kreuzungen.
Wir haben viele Leute gesehen.
Viele Leute haben aus ihren Fenstern geschaut.

Auf der Demonstration haben wir gesagt:
– Wir sind alle anders. Das ist gut so.
– Weg mit den Grenzen. Grenzen beim Denken. Und Grenzen von Ländern.
– Wir sind stolz.
– Wir sind verrückt. Auf englisch heißt das: mad.
– Wir sind bunt.
– Wir sind selbstbewusst.
– Wir sind gegen Diskriminierung.
– Wir sind gegen alles, was menschen-feindlich ist. Also: Rechts-Populismus und rechts.
Und wir sind für die Rechte von:
– Minderheiten
– Menschen, die ausgeschlossen werden
– queeren Menschen
– Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind
– Menschen, die aus anderen Ländern kommen
– Menschen, von denen die Eltern aus anderen Ländern kommen
– Menschen of Colour
– Sinti und Roma:
Sinti und Roma sind eine Minderheit.
Sie leben verstreut in Europa.
Sie leben nicht nur in einem bestimmten Gebiet.
Sie erleben viel Diskriminierung.
– alten Menschen
– jungen Menschen

Wir alle sagen: wir sind gegen alles,
was menschen-feindlich ist.
Das heißt, wir sind gegen: Rechts-Populismus und rechts.
In Deuschland
und Europa.
Wir sagen:
– alle müssen frei sein
– wir sind für ein freies Deutschland
– wir sind für ein freies Europa
– Esst die Grenzen! Auf englisch heißt das: Eat the Borders!
Es bedeutet: Menschen müssen leicht nach Europa fliehen können.

Wie barriere-frei war die Demo?
Alles wurde nur in deutscher Laut-Sprache gesprochen.
Es gab keine Stufen bei der Lauf-Demonstration.
Die Demonstration war lang.
Auf der Straße waren manchmal Schienen.
Es gab Fahrrad-Rikschas.
Die Musik war sehr laut.
Es wurden viele kurze Pausen gemacht.
Es war manchmal sehr windig.
Das Ende der Demonstration war Odonien.
Der Boden bestand dort aus Steinen.
Mit dem Rollstuhl da fahren ist schwierig.
Es gab Tische und Stühle.