Demo gegen die Krankenkassenreform

Zusammen mit Fridays for Future haben wir am 4. September 2026 eine Demo gemacht: Demo für eine gerechte und solidarische Gesundheitsversorgung.
Ganz herzlichen Dank an alle, die da waren, und auch an die Redner*innen!
Leider mussten wir den Demo-Zug Regen-bedingt am Frankenbadplatz abbrechen.
Aber wir haben trotzdem ein wichtiges Zeichen gesetzt (Redewendung)

Hier kommt die Rede, die Barbara und Lee für uns gehalten haben.

Wir sehen Lee und Barbara sowie die Dolmetscherin auf der kleinen Bühne. Barbara, stehend, mit Brille und langen Haaren, spricht gerade ins Mikrofon. Lee, mit Warnweste und im Rollstuhl, schaut auf deren Zettel. Die Dolmetscherin hat lange blonde Haare, ist schwarz gekleidet und dolmetscht in Deutsche Gebärdensprache. Die Bühne steht auf dem Münsterplatz in Bonn.

Einfache Sprache

Hallo!

Wir sind Barbara und Lee.

Wenn Ihr über Barbara sprecht, könnt Ihr auch sagen: sie. 

Wenn ihr über Lee sprecht, könnt Ihr auch sagen: dey. 

Wir sind bei Disability und Mad Pride Bonn. 

Wir kämpfen für die Rechte von behinderten Menschen.

Wir sprechen erst in Einfacher Sprache, dann in Schwerer Sprache. 

Es soll eine Reform geben in Deutschland.

Die gesetzliche Krankenversicherung soll verändert werden.

Gesundheit soll dadurch für viele Menschen teurer werden.

Die Krankenkassen zahlen nicht alles. 

Die meisten Menschen müssen Geld dazu zahlen, wenn sie Medikamente in der Apotheke bekommen. 

Oder wenn sie im Krankenhaus sind.

Bald sollen sie noch mehr Geld dazu zahlen!

Für arme Menschen ist das ein Problem. 

Ein Beispiel:

Ein Mensch ist 28 Tage im Krankenhaus.

Heute muss der Mensch 280 Euro selbst bezahlen.

In Zukunft soll der Mensch 420 Euro bezahlen.

Für Menschen mit wenig Geld ist das sehr schwer.

Was sich auch ändern soll: 

Heute muss die Krankenkasse vorher sagen, wenn sie die Beiträge erhöht. 

Also wenn die Mitglieder mehr Geld zahlen müssen. 

Die Krankenkasse muss das bald nicht mehr per Brief vorher sagen. 

Viele werden also nicht mitbekommen, dass sie mehr Geld zahlen müssen. 

Sie können dann nichts mehr dagegen machen. 

Sie können nicht mehr rechtzeitig die Krankenkasse wechseln.

Es wird also vieles teurer. 

Und gleichzeitig gibt es weniger Hilfe. 

Ein wichtiges Wort ist „Budgetierung“.

Budgetierung bedeutet:

Es gibt nur eine bestimmte Menge Geld.

Wenn dieses Geld aufgebraucht ist, gibt es kein weiteres Geld mehr für bestimmte Leistungen.

Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen sollen weniger zusätzliches Geld bekommen. 

Mehrarbeit soll nicht mehr bezahlt werden.

Das heißt: Es gibt bald noch weniger Therapieplätze. 

Manche Menschen brauchen viel Unterstützung. 

Zum Beispiel, weil sie schwere psychische Erkrankungen haben. 

Dadurch kann mehr Arbeit entstehen. 

Dafür bekommen Therapeut*innen dann aber kein Geld mehr.

Die Menschen bekommen dann noch weniger Hilfe. 

Es ist schlimm, so lange auf Therapie zu warten. 

Schon heute warten Menschen Monate oder Jahre lang

Manche sterben in der Zeit, bevor sie Hilfe bekommen. 

Viele töten sich in der Zeit selbst, weil sie es nicht mehr aushalten. 

Weil sie keine Hilfe bekommen haben.

Viele Therapeut*innen werden nur noch Menschen behandeln, die privat versichert sind. Oder Menschen, die die Behandlung selbst bezahlen können.

Menschen, die gesetzlich versichert sind, bekommen noch schwerer einen Therapieplatz. 

Das wird passieren, wenn die Reform so umgesetzt wird. 

Das ist nicht gerecht. 

Psychotherapie ist nicht die Lösung für alle Probleme.

Auch Psychotherapeut*innen können Menschen schlecht behandeln.

Sie können Menschen diskriminieren.

Aber mehr Zwang und mehr Überwachung helfen nicht.

Ein Gesetz in Nordrhein-Westfalen soll geändert werden. 

Das Psychisch-Kranken-Gesetz. 

Da steht drin: 

Es soll leichter werden, Zwangsmaßnahmen anzuwenden.

Zwangsmaßnahmen sind Maßnahmen gegen den Willen eines Menschen.

Ein Beispiel für eine Zwangsmaßnahme ist Fixieren: Menschen werden so festgebunden, dass sie sich nicht mehr bewegen können. 

Es soll auch leichter werden, Menschen gegen ihren Willen in eine Psychiatrie zu bringen.

Das heißt: Zwangseinweisung. 

Zwangsmaßnahmen sind oft sehr schlimm für die Menschen. 

Sie haben oft noch lange Probleme wegen der Zwangsmaßnahmen. 

Carsten Linnemann ist ein Politiker in der Partei CDU. 

Heute ist er der Gesundheitsminister von Deutschland. 

Er möchte ein Register von psychisch kranken Menschen. 

Ein Register ist eine Liste. 

Da stehen Informationen über Menschen drin. 

Carsten Linnemann und viele andere Menschen sagen: 

Psychisch kranke Menschen sind gefährlich. 

Sie sind oft gewalttätig. 

Das heißt: 

Psychisch kranke Menschen müssen jetzt in Krisen mit harten Maßnahmen rechnen.

Gleichzeitig bekommen sie aber oft nicht die Hilfe, die sie brauchen. Und weil es jetzt noch weniger Geld geben soll, bekommen sie bald noch weniger Hilfe!

Wir fragen:

Wo ist das gerecht?

Und es soll sich noch mehr ändern: 

Die Menschen, die in Krankenhäusern und Praxen arbeiten, sollen weniger Geld bekommen.

Das betrifft zum Beispiel: 

– Pflegekräfte in Kliniken

– Pflegekräfte, die Menschen in ihrem Zuhause pflegen

– Assistent*innen von behinderten Menschen

Manche Menschen brauchen ständig eine Maschine zum Atmen.

Diese Menschen sind beatmungspflichtig.

Manche dieser Menschen leben heute außerhalb eines Pflegeheims.

Sie bekommen dort Unterstützung durch Pflegekräfte und Assistent*innen.

Diese Menschen haben Sorgen.

Weil die Pflegekräfte und Assistent*innen vielleicht nicht mehr genug Geld bekommen. 

Und sie dann nicht weiter versorgen.

Dann müssen diese Menschen in ein Heim ziehen.

Es soll auch eine Pflegereform geben. 

Es soll schwerer werden, einen Pflegegrad von 1 bis 3 zu bekommen.

Ein Pflegegrad hilft, Hilfe zu bekommen. 

Pflegegrad 1 ist für Menschen, die ein bisschen Hilfe brauchen. 

Je höher der Pflegegrad ist, desto mehr Hilfe brauchen Menschen.

Schon heute ist es für viele Menschen schwer, einen Pflegegrad zu bekommen.

Sie bekommen nicht die Unterstützung, die sie brauchen.

Der Entlastungsbetrag ist Geld für bestimmte Unterstützung im Alltag.

Wenn dieser Betrag kleiner wird, können Menschen weniger Hilfe bekommen.

Das ist besonders für arme Menschen mit Pflegebedarf schlimm.

Viele Krankenhäuser müssen vielleicht schließen wegen der Reform. 

Weil sie nicht mehr genug Geld bekommen. 

Weil die Krankenkassen dann nicht mehr genug Geld geben, um die Fachkräfte zu bezahlen.

Wir finden:

Diese ganze Scheiß-Reform ist nicht fair.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben zu wenig Geld.

Das Geld soll von den Menschen kommen, die die Beiträge an die Krankenkassen zahlen.

Wir finden:

Es braucht große Veränderungen.

Zum Beispiel beim System der Krankenkassen.

Heute ist es so: 

Manche Menschen sind gesetzlich versichert, manche sind privat versichert.

Für sie gelten verschiedene Regeln. 

Sie werden unterschiedlich behandelt. 

Die Menschen, die privat versichert sind, werden besser behandelt.

Das muss sich ändern. 

Aber das ändert die Reform nicht. 

In der Reform stehen stattdessen neue Regeln, die schlimm sind für Menschen, die heute schon viele Nachteile haben. 

Für marginalisierte Menschen. 

Wir müssen etwas machen gegen die Reform!

Weil es dabei um unsere Leben geht!

Schwere Sprache:

Hallo!

Wir sind Barbara (Pronomina sie | ihr) und Lee (Pronomen dey | deren) von der Disability und Mad Pride Bonn. Reform der gesetzlichen Krankenversicherung? Jo, davon haben wir gehört, vieles soll sich ändern.  

Gesundheit wird noch teurer und damit zum Luxusgut. Die gesetzlichen Zuzahlungen, z. B. zu Medikamenten in der Apotheke und zu Krankenhausaufenthalten, steigen um 50%. Solche Erhöhungen treffen nicht alle gleich. Ein Mensch, der 28 Tage im Krankenhaus liegt, muss in Zukunft 420 € statt 280 € zuzahlen. Hat ein Mensch wenig Geld, ist aber nicht von der Zuzahlung befreit, kann ihn das wirklich in Not bringen! 

Der Sonderkündigungsschutz bei gesetzlichen Krankenkassen wird heimlich, still und leise ausgehebelt. So müssen Krankenkassen nicht mehr per Brief über Erhöhungen des Zusatzbeitrages informieren. Wenn Menschen das dann nicht mitbekommen und nicht rechtzeitig kündigen: Tja, Pech gehabt! (Sarkasmus).

Gleichzeitig fallen viele wichtige Leistungen weg. Das Wort der Stunde ist hier „Budgetierung“. 

Extra-Vergütungen der Praxen, die sich über den „Dienst nach Vorschrift“ hinaus mehr für ihre Patient*innen engagieren, fallen weg. Insbesondere im kinderärztlichen und psychotherapeutischen Bereich erwarten uns hier deutliche Verschlechterungen. Mehrarbeit wird nicht mehr bezahlt. Insbesondere die Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen – wo eben oft ein Mehraufwand notwendig ist – wird leiden! Monate bis Jahre lang auf einen Therapieplatz warten zu müssen, kann Leben kosten! Psychische Erkrankungen werden sich dadurch noch öfter chronisch werden und verschlimmern, während Betroffene auf einen Therapieplatz warten oder die Suche aufgegeben haben. Noch mehr Psychotherapeut*innen werden nur noch Privatpatient*innen und Selbstzahler*innen aufnehmen und gesetzlich Versicherte nicht einmal mehr auf die Warteliste setzen. Die Krankenkassenreform fördert also die Zwei-Klassen-/ Mehr-Klassen-Medizin in Deutschland. Wieder andere psychotherapeutische Praxen werden schließen – die Versorgung wird also schlechter, was insbesondere in bereits unterversorgten Regionen dramatisch ist!

Wir sagen an der Stelle durchaus: Psychotherapie ist nicht das Allheilmittel. Psychotherapeut*innen reproduzieren oft Diskriminierung. Was aber ganz eindeutig schadet: noch mehr Zwang und Überwachung. Genau das ist aber geplant mit dem neuen Psychisch-Kranken-Gesetz, das auch in NRW kommen soll. Damit sinkt die Schwelle für Zwangsmaßnahmen und Zwangseinweisungen, die hochgradig traumatisierend sein können und den Überlebenden oft noch lange danach das Leben schwer machen. Die Polizei soll schneller eingeschaltet werden können, wenn Menschen aus der Psychiatrie entlassen werden sollen. 

Der damalige CDU-Generalsekretär und heutige Gesundheitsminister Carsten Linnemann forderte darüber hinaus ein Register für psychisch kranke Menschen. Psychisch kranke Menschen werden pauschal wie Gewalttäter*innen behandelt, sie müssen mit harten Maßnahmen in Krisen rechnen und bekommen keine adäquate Hilfe. Wo soll das gerecht sein – vor allem vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig Hilfen und Unterstützungsleistungen massiv abgebaut werden?

Die Krankenkassen sollen nicht mehr unbedingt inflationsausgleichende Löhne für Gesundheitsfachkräfte zahlen. Das trifft auch ambulante Pflegekräfte und Assistent*innen. Insbesondere beatmungspflichtige Menschen, die heute außerklinisch betreut werden, fürchten, ins Heim umziehen zu müssen, wenn die Pflegepersonen nicht mehr bezahlt werden können. Thema Pflege: Eine Pflegereform steht auch auf dem Plan. So soll es schwerer werden, Pflegegrad 1-3 zu bekommen. Dabei ist es schon heute oftmals schwer, einen Pflegegrad und damit einhergehende Hilfe zu bekommen. Gekürzt wird auch beim Entlastungsbetrag, alles mit großen Folgen für arme Menschen mit Pflegebedarf. 

Gleichzeitig warnen Bundesländer und Kommunen vor massivem Krankenhaussterben, wenn die gestiegenen Tariflöhne für das Klinikpersonal nicht mehr vollständig erstattet werden. 

Diese ganze Scheiß-Reform ist nicht fair. Die gesetzlichen Krankenkassen sind im Minus, und der Bund kürzt den Steuerzuschuss. Kosten werden an Beitragszahlende abgewälzt. Tiefgreifende Reformen sind nötig – zum Beispiel die Überwindung des Zwei-Kassen-Systems. Stattdessen werden Reformen zu Lasten marginalisierter Menschen ausgetragen. 

Es geht um unsere Leben! Aber unserer lieben Bundesregierung in Berlin geht es vor allem ums Geld!

English:

Hello!

We are Barbara (pronouns she/her) and Lee (pronouns they/them) and we are activists from Disability and Mad Pride Bonn.

The health care reform? Yes, we’ve heard of it, a lot is going to change. Health will become even more expensive and therefore a luxury good. The additional payments for medications and hospital stays are going to be increased by 50%. This increase is not going to affect everyone in the same way. A person who stays in the hospital for 28 days is will have to pay 420€ instead of 280 € by themselves. If a person does not have a lot of money, but is not exempt of the additional payment, this may be unpayable.

The so called „Sonderkündigungsschutz“ is secretly going to be abolished. This means that health insurances do not have to send their customers a letter informing them about contribution increases. So what happens to people who do not notice the changes and fail to terminate their insurance on time? Well, rough luck I guess. (sarcasm)

At the same time, a lot of important benefits will be cancelled, all in the name of „budgeting“. Additional financing for doctor’s offices offering more for their patients than just „work to rule“ will be cut. Especially in pediatricy and psychotherapy this will lead to a deterioration of healthcare. Additional work will not be paid anymore. Especially the treatment of people with severe mental illnesses is going to suffer. But having to wait months, or even years, for a therapy appointment can mean death. Mental illnesses can severly worsen or become chronic while affected people have to wait for a therapy slot or even give up their search. More therapists are only going to accept people on a private insurance plan and people who pay for the treatment by themselves. Hence, the health insurance reform is going to reinforce the two-tier health system in Germany. Other therapy offices are going to be forced to shut down, which will dramatically worsen the healthcare supply, especially in already under-supplied areas.

We want to emphasize that psychotherapy is not a cure-all. Therapists might reproduce discrimination and sometimes do more harm than good. But what definitely harms is amplifying coercion and surveillance. But the new „Psychisch-Kranken-Gesetz“, which is planned in North Rhine-Westfalia among others, means exactly that. It means lowering the threshold for coercive measures and compulsory hospitalizations, which are often highly traumatizing and makes the survivors’ lives difficult for a long time. Moreover, the police is going to get involved more easily if people are about to be released from psychiatric hospitals.

Furthermore, CDU secretary general Carsten Linnemann, who is now health minister of Germany, demanded a registry for mentally ill people. He wants them to be preemptively treated as criminal offenders. Mentally ill people will receive bad treatments during a crisis and will not get appropriate help. At the same time, aids and benefits will be severely cut. This is injustice.

Moreover, in the future, health insurances do not need to pay inflationary adjustments to health professionals. This will especially effect home nurses and assistant doctors. People who require ventilator support will be forced to move to a nursing home when their assistants cannot be paid anymore. Speaking about care, a care reform was also adopted. In particular, it will become a lot harder to receive a level of care. But that is already very hard! Moreover, finance cutting will also happen on the support allowance, entailing devastating consequences for poor people in need of care.

At the same time, federal states and municipalities are warning of a wave of hospital closures due to the class-rates of medical personnel exceeding hospital finances.

This whole shitty reform isn’t fair. The statutory health insurances are in debt, and the government cuts off funding. Costs get passed on to assured people. Profound reforms are needed– for example, abolishing the two-tier healthcare. Instead, an unfair reform is enforced at the expense of marginalized people.

This is about our lives! But for our dear politicians in Berlin, this only seems to be about money.

Altstadtfest

Josy, Matthias, Florian und Lee waren für uns beim Altstadtfest am Frankenbadplatz dabei.
Wir haben mit Menschen über Behinderung, Ableismus und Barrierefreiheit gesprochen, ein Buch und viele Sticker verkauft und hatten gegenüber vom Waffelstand eine gute Zeit.

Bildbeschreibung: Wir sehen den Stand auf dem Frankenbadplatz. Ein länglicher Tisch, auf dem eine CIMND* Pride Fahne (so als Tischdecke) und zudem Flyer, Bücher und Sticker liegen. Hinter dem Tisch sitzen Matthias (mit Bart und Brille und rotem T-Shirt im Rollstuhl), Josy (mit längeren blonden Haaren, Tattoos auf dem Arm, auch mit Rollstuhl), Lee (mit kurzen braunen Haaren, Narben im Gesicht, Kopfhörern um den Nacken und Rollstuhl) und Florian (mit Locken und blauem T-Shirt). Daneben stehen weitere Stände und Aufsteller (neben Matthias z.B. vom Lighthouse Bonn). Im Hintergrund ist ein Spielplatz.

Rikschas

Es soll Rikschas für unseren Demo-Zug am 11. Juli 2026 geben.
Es ist gut, wenn wir schon vorher wissen, wer sich vielleicht in eine Rikscha setzen möchte.
Das ist dann aber nicht verbindlich.
Also ihr könnt auch spontan sagen, dass ihr eine Rikscha braucht.
Oder nicht mit der Rikscha fahren, obwohl ihr vorher gesagt habt, dass ihr das braucht.
Und natürlich wissen wir, dass viele von euch nicht sicher sagen können, ob sie im Juli dabei sind.
Es hilft uns aber sehr für die Planung, wenn wir schon Rückmeldungen bekommen.
Wenn Menschen uns also schon sagen: Ich möchte vermutlich in einer Rikscha mitfahren.
Der Demo-Zug ist am Ende der Veranstaltung.

Bildbeschreibung

Der Hintergrund ist grün-blau-türkis.
Oben steht ein großes braunes Schild: Disability und Mad Pride Bonn 2026

Darunter steht:
Wann? 11. Juli 2026

Es gibt auch wieder einen Demozug durch Bonn.
Das heißt: Wir gehen, humpeln, rollen… vom Frankenbadplatz zum Markt.

Braucht ihr eine Rikscha?
Dann schreibt uns das gerne.
Wir organisieren das dann.

Daneben ist ein Bild von einem Menschen zu sehen, der eine orange-gelbe Rikscha fährt (mit 3 Rädern, wo sich Menschen reinsetzen können)

Demonstration 4. Oktober 2025

Die Bildbeschreibung ist weiter unten.

Im Herbst holen wir den Teil von unserer Demonstration nach,
den wir im Juli ausfallen lassen mussten:
Wir laufen mit Plakaten und Bannern durch die Stadt.
Wir sind sichtbar.

Es geht um 15:30 auf dem Kaiserplatz los.
Von da aus gehen wir folgende Route ab:

Kaiserplatz – Maximilianstraße – Poststraße – Münsterplatz
Mauspfad – Fürstenstraße – Am Hof – Am Neutor – Am Hofgarten – Adenauerallee B9 – Franziskanerstraße – Stockenstraße – Bischofsplatz – Marktplatz

Mit dabei sind Rikschas von Radeln ohne Alter.
Es wird nicht viel geredet.
Es geht mehr darum, dass wir durch die Innenstadt laufen, humpeln und rollen.

Mehr Informationen kommen noch.

Bildbeschreibung:

Der Hintergrund ist grün.
Im Hintergrund ist die Disability / CIMND* Pride Fahne.
Sie ist sehr durch-sichtig.

Oben links ist das Logo der Disability und Mad Pride Bonn.
Das Logo sieht so aus:
Der Hintergrund ist blau-grau.
Davor ist die Disability Pride Fahne.
Sie besteht aus schrägen Streifen in den Farben: grau, rot, gelb, weiß, blau, grün, grau.
Auf dem Logo steht: Disability und Mad Pride Bonn.
Und Pride ist im Fingeralphabet buchstabiert.
Oben links ist das lachende Gesicht von der Mad Pride Fahne.
Oben rechts ist die neurodivergente Schleife, also eine liegende bunte 8.

Oben rechts ist ein QR-Code.
Der führt zur Website.
Dabei steht:
Website: disability-pride-bonn.de
Instagram: @disability.pride.bonn
Facebook / YouTube: Disability und Mad Pride Bonn

Auf dem Plakat steht:
Samstag, 04. Oktober 2025
15:30 Uhr
Lauf-Demonstration
Start: Kaiserplatz, Bonn
Ziel: Marktplatz, Bonn

Unten rechts ist das Logo vom AStA der Universität Bonn.
Der Text ist weiß und der Hintergrund rot.

Newsletter April und Mai 2025

Was haben wir in den ersten Monaten als Verein gemacht? Sehr viel! Das wollen wir euch jetzt sagen. Und wir sagen auch, was wir bald machen. 

Able*is*muss – 07.-17.04.2025

Das CIMND* Referat vom AstA der Universität Bonn hat viele Veranstaltungen organisiert. Das ist eine Gruppe von Student*innen, die Ableismus erleben. Das CIMND* Referat macht was gegen Ableismus an der Universität. Bei den Veranstaltungen im April ging es auch um Ableismus. Die Veranstaltungen waren für Student*innen und Menschen, die an der Universität arbeiten. Und auch für andere Menschen. Eine Gruppe aus Köln hat auch Veranstaltungen organisiert. Diese Gruppe heißt: Studieren ohne Schranken. Menschen aus unserem Verein haben Veranstaltungen gemacht. 

Lena L. hat darüber gesprochen, was passiert, wenn Menschen die falschen Diagnosen bekommen. 

Koi Katha und Solveïg haben einen Workshop zu Einfache Sprache gemacht. Sie haben erzählt, was Einfache Sprache ist. Und sie haben gezeigt, wie wir in Einfacher Sprache schreiben und sprechen können.

Lena C. hat einen Workshop gemacht, bei dem es um die Grundlagen von Ableismus ging. Dey hat erklärt, was Ableismus ist und was wir dagegen machen können. 

Infostand – 26.04.2025

Matthias und Barbara haben Flyer und Sticker verteilt. Sie haben auch Geld für unseren Verein gesammelt.

Wir arbeiten mit anderen Gruppen zusammen. Wir helfen anderen Gruppen dabei, Barrieren abzubauen. Wir machen Workshops für andere Gruppen. Wir haben auch bei anderen Demonstrationen mitgeholfen.

Abolitionismus-Konferenz – 24.-27.04.2025

Maxi und Lena L. waren bei der Abolitionismus-Konferenz in Köln. Sie haben einen Workshop zu Disability Justice gemacht. Den haben Koi und Lena C. mit vorbereitet.

Disability Justice heißt so viel: Gerechtigkeit für behinderte Menschen. Vor allem für behinderte Menschen, die sehr viel Diskriminierung erleben. 

Fest zum Tag der Arbeiter*innen – 01.05.2025

Lena L. und Barbara waren bei der Veranstaltung zum 1. Mai. Die war auf dem Frankenbadplatz. Da waren viele linke Gruppen. Das Bündnis „Her mit dem guten Leben für alle“ hat das organisiert. Wir haben da auch Flyer verteilt und etwas Geld gesammelt. 

Foto von Lena L. und Barbara vom Infostand

Protesttag zur Gleichstellung von behinderten Menschen – 05.05.2025

Vanessa und die Recherchegruppe TIRA haben zum 5. Mai eine Kundgebung organisiert. Da haben Lena C., Solveïg und Barbara gesprochen. Lena C. hat darüber gesprochen, warum wir gegen jede Diskriminierung kämpfen müssen. Solveïg hat darüber gesprochen, dass Solveïg müde von all den Kämpfen ist. Solveïg berichtet von den eigenen Erfahrungen und von denen anderer Student*innen. Barbara hat darüber gesprochen, warum Behinderten•werkstätte heute nicht gut sind. Hier findet ihr die Reden: 

Lena C. https://www.instagram.com/p/DJR7oJaJUN7/?igsh=MWR2c3JoY3M3MTY1cw==

Solveïg https://www.instagram.com/p/DJWW-oKsPps/?igsh=bDFzMTg2cWV4cW44

Barbara https://www.instagram.com/p/DJZTG5Xs5N-/?igsh=MWMxOG0ybWlsYmx4NA==

Inklusionskonferenz – 09.05.2025

Lena L. und Solveïg waren bei der Inklusions•konferenz dabei. Lena C. war auch kurz da. Sie hatten da einen Info•stand, mit anderen Gruppen. 

Lena, Solveïg und Lena am Stand

Mad Pride Köln – 11.05.2025

Koi Katha, Lena C., Maxi, Lea und Solveïg waren bei der Mad Pride in Köln. Koi Katha und Lena haben da auch eine Rede gehalten.

Das Motto bei der Demonstration war: Demokratie braucht dich. 

Solveïg, Lena C., L., Koi und M. bei der Mad Pride

Buch

Koi und Lena C. geben ein Buch heraus. Das Buch heißt: Behindert und Verrückt – Jetzt reden Wir! In dem Buch gibt es viele Texte und auch Bilder von behinderten, chronisch kranken, psychisch kranken, Verrückten, neurodivergenten und oder T*tauben Menschen und Krüppeln. Unser Buch erscheint in den nächsten Tagen bei Books on Demand. Wir sind sehr stolz, dass es fertig geworden ist!!! 

14,50€ kostet das Buch.

7,49€ kostet das e-Book.

Die ISBN-Nummer ist: 978-3-7693-9993-6. Ihr könnt uns helfen, wenn Ihr es bei Books on Demand selbst kauft. Dann bekommen wir mehr Geld. 80% davon gehen an die Disability und Mad Pride Bonn.

Es gibt auch neue Sticker. 

Orga-Treffen

Wir treffen uns einmal im Monat. Da organisieren wir viel. Wir sprechen darüber, was ansteht. Manchmal treffen wir uns nur online. Manchmal auch in Präsenz. Das machen wir bald.

Lesungen

Wir starten jetzt bald mit Lesungen. Wenn Ihr auch wollt, dass wir aus unserem Buch vorlesen bei Euch, dann schreibt uns. 

Unsere Veranstaltung am 12. Juli

Es gibt keine Lauf-Demo an dem Tag. Es gibt eine große Veranstaltung in Bonn. Deshalb dürfen wir nicht durch die Stadt gehen.Das finden wir sehr schade. Wenn Ihr Energie und Zeit habt, kommt gerne schon um 13 Uhr. Da machen andere Gruppen Stände. Sie verteilen Flyer und Sticker. Wir können miteinander reden. Ab 15 Uhr halten dann Menschen Reden. Das Motto dabei ist: Behinderte Netzwerke bilden. Richtig coole Menschen werden sprechen. Wir lesen auch einige Reden vor. Da gibt es dann auch eine Dolmetschung für Deutsche Gebärdensprache und Deutsche Lautsprache. Alles, was wir sagen, sagen wir nur oder auch in Einfacher Sprache. Es gibt Stühle und Awareness-Team. Wenn Ihr Fragen habt – schreibt uns gerne. 

Über Instagram @disability.pride.bonn

Über Facebook: Disability Pride Bonn

Per Mail: disability.pride.bonn@outlook.de

 Wenn Ihr mitmachen wollt, schreibt uns auch gerne. 

Eure Lena C., Koi, Lena L., Barbara, Josephine, Matthias, Lea, Solveïg, Maxi

Vereins·gründung

Wir sind jetzt ein Verein!
Wir freuen uns sehr!!!
Wir haben uns am 22. März 2025 in den Räumen der Behinderten•gemeinschaft Bonn gegründet.
Wir sind jetzt ein eingetragener Verein.
Und wollen gemein•nützig werden.

Das sind wir!

Bildbeschreibung: Von links nach rechts Josy (weiß, mittellange blonde Haare, schwarzer Katzenpulli, im Rollstuhl), Koi (weiß, mit Brille, kurzen bläulichen Haaren, Kette, schwarzem Disability und Mad Pride Bonn T-Shirt und vielen Aufnähern an der schwarzen Hose), Solveïg (weiß, mehrgewichtig, leicht rote gewellte Haare, blauer Pulli), davor Lena C. (weiß, im Rollstuhl, mit weißem Disability und Mad Pride Bonn T-Shirt und grauer Mütze), Lena L. (weiß, groß, mit Rock), Matthias (weiß, groß, in rotem Rollstuhl und grüner Jacke, rötliche gewellte Haare und Bart), Barbara (weiß, um die 50, lange dunkle Haare, blaue Jacke), L. (weiß, kurze dunkle Haare, mit Kette).
Die Runde sitzt und steht vor einer Wand mit Bildern von den Developmental Goals (Die Wand ist jetzt nicht weiter wichtig, die war einfach in dem Raum, in dem wir uns getroffen haben).

Das ist ein Foto von unserem Vorstand:

Bildbeschreibung: der gleiche Hintergrund, mit den Menschen aus dem Vorstand:

  1. Vorsitz: Lena Cornelissen
  2. Vorsitz: Koi Katha Delfin Blaeser

Schatzmeisterin / Sugar Mama: Lena Hel Lautner
Beisitzer*innen
– Josephine [Josy] Rinck
– Burgunder
– Solveïg Hochmann

Newsletter Januar bis März 2025

Ihr fragt uns:

Habt Ihr einen Newsletter?
Jetzt schon.

Jetzt sagen wir, was wir dieses Jahr schon gemacht haben.
Und was wir in nächster Zeit machen.

Demonstrationen
Lena L. hat bei einer Demonstration gesprochen.
Die Demonstration hieß: Kein Herz für Merz.
Sie war gegen den Politiker Friedrich Merz von der CDU.
Da ging es darum, dass Merz mit der AfD zusammen gearbeitet hat.
Dagegen haben wir protestiert.
Das hat die queere Pride Bonn organisiert.
Lena hat darüber gesprochen:
Eine Partei, die demokratisch gewählt wurde, ist nicht immer demokratisch.
Die Partei AfD ist nicht demokratisch.
Deshalb hat Lena auch gegen die Partei CDU geredet.
Sie wollte zusammen mit der AfD Schlimmes durchsetzen:
Nicht alle Menschen sollen die gleichen Rechte haben.
Menschen ohne deutschen Pass sollen zum Beispiel schlechter behandelt werden.
Das ist heute schon so.
Aber mit der AfD wird das noch schlimmer.

Das Foto zeigt Lena L. mit einem Mikrofon in der Hand. Lena ist weiß, hat kurze dunkle Haare und eine Brille. Sie trägt einen grauen Schal und einen grauen Pullover. Auf dem Foto steht: Demo Rede "Kein Herz für Merz" Bonn, 04.02.2025.

Solveïg, Lena C. und Lena L. haben eine Rede für den letzten Klima•Streikgeschrieben.
Solveïg und Lena C. haben die Rede gehalten.
Es ging um Crip Gain.
Also um die positiven Effekte vom Behindert-Sein.
Es ging auch darum, was wir von behinderten Menschen lernen können.

Foto: Solveïg (weiß, mehrgewichtig) und Lena C. (weiß, im Rollstuhl) stehen auf der Bühne beim Klimastreik. Solveïg spricht gerade. Davor liegen Banner und Plakate.

Buch

Cover

Koi und Lena C. geben ein Buch heraus.

Das Buch heißt:
Behindert und Verrückt – Jetzt reden Wir!

In dem Buch gibt es viele Texte und auch Bilder von behinderten, chronisch kranken, psychisch kranken, neurodivergenten und oder T/tauben Menschen. Bald ist das Buch fertig!

Kalender

Um Geld für das Buch zu sammeln, haben Koi und Lena einen Kalender gestaltet.
Der Kalender heißt: CIMND*ig durch 2025.
Es gibt noch welche.
Ihr könnt uns gerne schreiben, wenn Ihr welche haben wollt.

Soli-Konzert

Am 9. März gab es das 2. Soli-Konzert.
Dieses Mal mit Lena Lautner, die wieder Klavier spielt.
Und mit Niklas, der mit Rap und Sprechgesang dabei ist.

YouTube-Kanal

Wir haben jetzt einen YouTube-Kanal: Disability und Mad Pride Bonn.

Da könnt Ihr zum Beispiel Euch unsere Soli-Konzerte anschauen.

https://youtube.com/@disabilityundmadpridebonn?si=MAocsVCXyi6e4FY6

Wir arbeiten mit anderen Gruppen zusammen.
Wir helfen anderen Gruppen dabei, Barrieren abzubauen.
Wir machen Workshops für andere Gruppen.
Wir haben auch bei anderen Demonstrationen mitgeholfen.

Orga-Treffen
Wir treffen uns einmal im Monat.
Da organisieren wir viel.
Wir sprechen darüber, was ansteht.
Manchmal treffen wir uns nur online.

Manchmal auch in Präsenz.

Das machen wir bald.
Bald machen wir auch wieder Info•Stände.
Im April organisieren manche Menschen von uns Able*is*muss mit.
Das ist eine Veranstaltungs•Reihe vom AStA der Universität Bonn.

Im AStA organisieren sich Student*innen.
Sie können über Dinge mit entscheiden an der Universität.
In der Veranstaltungs•Reihe Able*is*muss geht es um Ableismus.
Es gibt ganz viele Veranstaltungen.
Vom 7. April bis zum 17. April.
Mehr Informationen bekommt Ihr bald.

Wir werden ein Verein!
Bald sind wir ganz offiziell ein Verein.

Noch mehr Workshops
Bald machen wir noch mehr Workshops.
Zum Beispiel für die Veranstaltungs•Reihe Able*is*muss.
Und auch bei einem Community Brunch der Abolitionismus-Konferenz.
Da sprechen Maxi, Lena, Lena und Koi über Disability Justice.

Wenn Ihr Fragen habt – schreibt uns gerne.

Über Instagram @disability.pride.bonn

Über Facebook: Disability Pride Bonn

Per Mail: disability.pride.bonn@outlook.de

Wenn Ihr mitmachen wollt, schreibt uns auch gerne.

Eure

Lena C., Koi, Lena L., Barbara, Josephine, Matthias, Lea, Solveïg, Maxi, René

Demonstration 2025

Unsere nächste große Demonstration wird am 12. Juli sein.

Dieses Jahr machen wir wieder eine Disability und Mad Pride in Bonn.
Es ist alles etwas anders dieses Jahr.
Wir schreiben jetzt, was wir schon wissen:

13 Uhr Info-Stände Frankenbadplatz
Der Frankenbadplatz ist in der Bonner Altstadt.
Bündnis-Partner*innen sollen hier gerne Stände machen.
Letztes Jahr waren zum Beispiel
– Fridays for Future Bonn
– PAQT Köln
– die queere Pride Bonn
– der Anonyme Krankenschein Bonn und das Gesundheitskollektiv dabei.

14:30 Kundgebung: Wir geben uns Raum.
Ab 14:30 Uhr halten behinderte Menschen Reden.
Sie sprechen darüber, was ihnen wichtig ist.
Die Kundgebung ist auch am Frankenbadplatz.

Macht das, was Euch gut tut.
Ihr könnt zum Beispiel

  • früher gehen oder später kommen
  • zwischendurch eine Pause machen
  • etwas essen und trinken
  • auf Toilette gehen
    Wir haben Wasser und Essen dabei.
    Wir kümmern uns auch darum, auf welche Toiletten in der Nähe Ihr gehen könnt.

Wir möchten,
dass die Kundgebung barriere-frei ist.
Barriere-frei heißt: Alle Menschen können dabei sein.
Wir wissen:
Es gibt keine komplette Barriere-Freiheit.
Wir machen das aber so gut, wie wir können.

Wir sagen jetzt, was wir machen, damit es barriere-frei ist.
Es gibt Dolmetscher*innen,
die von Deutscher Laut-Sprache in Gebärden-Sprache übersetzen.
Sie übersetzen auch von Gebärden-Sprache in Laut-Sprache.
Viele T/taube Menschen sprechen in Gebärden-Sprache.
Sie sprechen mit ihren Händen, dem Gesicht und dem Oberkörper.
Es gibt eine Art Schrift-Dolmetschung.
Ihr könnt mitlesen, was gesagt wird.
Das hilft Menschen, die nicht gut hören können.
Und auch manchen Menschen, die sich nicht gut konzentrieren können.
Wir übersetzen alles in Einfache Sprache.
Wir machen alle Ansagen nur in Einfacher Sprache.
Alle Reden gibt es auch in Einfacher Sprache zu hören.

Es gibt Fahrrad-Rikschas und Stühle.
Ein Mensch fährt die Rikscha wie ein Fahrrad.
Da können sich Menschen hinsetzen,
die nicht gut auf dem Boden sitzen können.
Die Rikschas sind von Radeln ohne Alter.
Auch die Menschen, die die Rikschas fahren,
sind von Radeln ohne Alter.
Das ist ganz toll.

Wir wollen, dass alle Menschen auf unserer Demonstration sicher sind.
Sie sollen keine Diskriminierung erleben.
Wenn sie Diskriminierung erleben,
wollen wir sie damit nicht alleine lassen.
Wir haben ein Awareness-Team.
Wir haben ein Awareness-Konzept.
Wenn es Euch nicht gut geht, könnt Ihr zum Awareness-Team gehen.
Alle Menschen, die sehen können, erkennen das Awareness-Team an den gelben Warn-Westen.
Das Awareness-Team hilft Euch auch,
wenn Ihr Diskriminierung erlebt.

Es gibt einen Bereich, da müssen alle Masken tragen.
Das ist wichtig für Menschen, die besonders schnell krank werden.
Und die dann besonders schlimm krank werden.

Mehr Informationen kommen bald.

Im Hintergrund ist die Disability und Mad Pride Fahne
von Koi Katha und Lena.
Der Hintergrund ist grau.
Die Fahne hat 10 Streifen.
Die gehen von oben links nach unten rechts.
Die Farben sind:
- rosa
- lila
- grün
- blau
- weiß
- gelb
- rot
- orange
- braun
- schwarz
Davor ist ein Zettel angepinnt.
Der hat die Farbe senf-gelb.
Auf dem Zettel steht:
12. Juli 2025
Disability und Mad Pride Bonn

Im Hintergrund ist die Disability und Mad Pride Fahne
von Koi Katha und Lena.
Der Hintergrund ist grau.
Die Fahne hat 10 Streifen.
Die gehen von oben links nach unten rechts.
Die Farben sind:
– rosa
– lila
– grün
– blau
– weiß
– gelb
– rot
– orange
– braun
– schwarz
Davor ist ein Zettel angepinnt.
Der hat die Farbe senf-gelb.
Auf dem Zettel steht:
12. Juli 2025
Disability und Mad Pride Bonn

Psychiatrie-Museum

Wir waren im Dezember im Psychiatrie-Museum in Bonn.
Das ist auf dem Gelände der LVR-Klinik.
LVR steht für: Landschafts-Verband Rheinland.

Von uns waren Barbara, Solveïg und Lena C. da.
Es waren auch Menschen von der Fraktion die Linken dabei.

Der Landschafts-Verband Rheinland hat große Psychiatrien.
Zum Beispiel die LVR-Klinik in Bonn.
Eine Psychiatrie ist ein Krankenhaus.
Da werden Menschen behandelt, die psychisch krank sind.
2 Menschen vom Psychiatrie-Museum haben uns viel erzählt.

In Psychiatrien sind lange schlimme Dinge passiert.
Die Nazis haben viele psychisch kranke Menschen getötet.
Sehr schlimm war es im 2. Welt•Krieg.
Aber auch danach war die Situation sehr schlecht.
Menschen, die in Psychiatrien waren,

  • mussten mit sehr vielen Menschen in einem Raum schlafen.
  • hatten nie ihre Ruhe.
  • haben Strom•Schläge bekommen.

Es wurde langsam besser.
Aber vieles ist bis heute schlecht.
Viele behinderte und psychisch kranke Menschen werden bis heute schlecht behandelt.
Menschen, die in Psychiatrien arbeiten, sollen all das wissen.
Sie sollen sich daran erinnern, was passiert ist.
#NieWieder

Elektronische Patienten•Akte

Die elektronische Patienten•Akte kommt.
Wir sagen auch: ePA.

Was ist das?
Die elektronische Patienten•Akte ist wirklich wie eine Akte.
Akten gibt es an vielen Stellen.
In Akten werden Informationen gesammelt.
Zum Beispiel über einen Menschen.
In einer Schülerakte stehen zum Beispiel Dinge über Schüler*innen.

In der elektronischen Patienten•Akte gibt es Informationen zu dir als Patient*in.

In der Akte stehen zum Beispiel

  • Krankheiten, die du hast
  • Medikamente, die du nimmst.

Dann können deine Ärzt*innen schnell die wichtigen Informationen sehen.

Aber: Solche Akten gibt es schon lange.
Neu ist: Diese Informationen sollen jetzt alle elektronisch gesammelt werden.

Elektronisch heißt: Es gibt sie nicht mehr auf Papier.

Die Informationen werden zum Beispiel auf deiner Versicherungs•Karte gespeichert.

Was auch neu ist:
Deine Ärzt*innen sollen alle Informationen lesen dürfen. Dann wissen alle Ärzt*innen von dir, welche körperlichen und psychischen Krankheiten du hast.

Vielleicht hast du dazu Fragen.

Für manche Fragen haben wir eine Antwort:

  1. Ab wann soll es die elektronische Patienten•Akte für alle geben?

Ab dem 15. Februar 2025.
Das ist schon bald.
Die elektronische Patienten•Akte wird schon vorher getestet an manchen Orten.
Zum Beispiel in Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

  1. Muss ich eine elektronische Patienten•Akte haben?

Nein.
Du kannst widersprechen.
Deine Kranken•versicherung hat dir vielleicht schon einen Brief geschrieben.
Da steht drin, dass du das darfst.
Die Kranken•Versicherung musste dir den Brief schicken.
Sie musste ihn dir früh genug schicken.

Mindestens 6 Wochen, bevor du deine elektronische Patienten•Akte bekommst.

  1. Ich habe noch nicht widersprochen.
    Geht das jetzt nicht mehr?

Doch. Du kannst immer sagen:
Ich möchte keine elektronische Patienten•Akte.
Auch dann, wenn du sie schon hast.
Das heißt: widersprechen.

Warum sprechen wir über die elektronische Patienten•Akte?

Es gibt vielleicht Probleme.
In der elektronischen Patienten•Akte stehen wichtige Informationen.
Die sollen nicht alle wissen können.
Deshalb kann es auch gefährlich sein, sie elektronisch und an einem Ort zu sammeln.
Zum Beispiel, wenn ein Mensch versucht, an diese Informationen zu kommen.
Mit den Informationen können Menschen schlechte Dinge machen.

Und: gerade Behinderte Menschen werden so vielleicht noch mehr Diskriminierung erleben.
Wir sagen ein Beispiel:
Deine Zahn•Ärztin nimmt dich weniger ernst, weil sie etwas über deine Behinderung gelesen hat.
Sie glaubt dir zum Beispiel nicht.
Deshalb ist es wichtig, dass du entscheidest, welche Ärztin was wissen darf.
Du kannst auch in der elektronischen Patienten•Akte bestimmte Informationen sperren.
Das heißt: Nicht alle können alles lesen.

Wie seht ihr das?
Was wollt ihr noch wissen über die elektronische Patienten•Akte?


Woher kommen die Informationen?
https://www.kbv.de/html/69298.php
https://media.ccc.de/v/gpn22-389-elektronische-patientenakte-epa-made-in-germany-digitalisierung-in-der-medizin-2024#t=1227

Lena L. hat recherchiert. Zusammen mit Lena C. hat sie diesen Text geschrieben.